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Finnland stoppt zwei Google-Rechenzentren für KI

Die finnische Aufsichtsbehörde ordnet einen Baustopp in Muhos und Kajaani an, bis die Folgen für den Wald untersucht sind.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Sebastian Unrau · Unsplash

Google-Finnland, Tuike Finland Oy, hat von der Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde (LVV) eine formelle Baustopp-Anordnung erhalten. Die Behörde erklärt, dass die beiden Rechenzentren für KI in Muhos und Kajaani erst weitergebaut werden dürfen, wenn vollständige Umweltverträglichkeitsprüfungen abgeschlossen sind. Die Prüfungen werden derzeit unter anderem wegen des Vorwurfs untersucht, für die Standorte seien mehr als 740 acres Wald gerodet worden.

Was Google sagt

Ein Google-Sprecher erklärte, das Unternehmen habe nach bestem Wissen und Gewissen im Rahmen des finnischen Forstgesetzes gehandelt. Google habe Naturerhebungen durchgeführt und zusätzliche Maßnahmen zum Schutz besonders wertvoller Gebiete ergriffen. Außerdem kündigte das Unternehmen an, am Standort Muhos auf 130 Hektar Bäume zu pflanzen – als Teil eines umfassenderen Konzepts für Landschaftsgestaltung und Artenvielfalt.

Wie es weitergeht

Die LVV hat keinen verbindlichen Zeitplan für den Abschluss der Prüfungen festgelegt. Bis dahin müssen die Bauarbeiten an beiden Standorten ruhen. Google zufolge wird das Unternehmen seine langfristige Arbeit in der Region fortsetzen und zugleich seine Umweltpläne weiter ausarbeiten.

Warum es wichtig ist

Für die Menschen in Finnland bedeutet der Baustopp, dass die neuen Rechenzentren erst gebaut werden dürfen, wenn die Regierung die Bewertung des Waldverlusts für ausreichend hält. Der Fall zeigt außerdem, dass Behörden große Technologiekonzerne zur Einhaltung lokaler Umweltvorschriften verpflichten können – mit möglichen Folgen für künftige KI-Infrastrukturprojekte in der Region.

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