# Gesundheitsdatenzentrum soll ab 2027 ePA-Daten nutzbar machen

> Zum ersten Geburtstag kündigt Gesundheitsminister Carsten Linnemann den nächsten Schritt an: Daten aus der elektronischen Patientenakte sollen ab 2027 beantragt werden können.

Oossa · 2026-10-14 · https://oossa.com/de/gesundheitsdatenzentrum-soll-ab-2027-epa-daten-nutzbar-machen

Ein Jahr nach dem Betriebsstart zieht das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) eine positive Zwischenbilanz. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann kündigte an, dass Ende Oktober das Verfahren zur Aufnahme von Daten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) beginnt. Nach einer sechswöchigen Widerspruchsfrist soll die technische Ausleitung Mitte Dezember anlaufen; ab 2027 können Forschende die Daten beantragen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum und EMBL entwickelten unterdessen Delphi-2M, einen Algorithmus, der Risiken für mehr als tausend Krankheiten vorhersagen kann. Er soll mit FDZ-Daten für Deutschland geprüft werden.

Das FDZ enthält bereits Routinedaten, mit denen Forschende etwa Impfungen, Diabetes und Long Covid untersuchen. Der Minister sagte, das Zentrum solle für KI-Anwendungen ausgebaut werden. Datenschutzklagen gegen die zentrale Datensammlung laufen weiter.

## Die Fakten

- Ab 2027 können Forschende Daten aus der ePA beim FDZ beantragen.
- Delphi-2M prognostiziert laut Quelle Risiken für mehr als 1.000 Krankheiten.

## Warum es wichtig ist

Für Forschende in Deutschland könnten ePA-Daten ab 2027 Analysen mit Daten aus dem eigenen Gesundheitssystem ermöglichen; wie genau sie verfügbar sein werden und welche Datenschutzauflagen gelten, bleibt offen.

## Quellen und Referenzen

1. [Ein Jahr Forschungsdatenzentrum Gesundheit: Zwischen Bilanz und KI-Durchbruch](https://www.heise.de/news/Ein-Jahr-Forschungsdatenzentrum-Gesundheit-Zwischen-Bilanz-und-KI-Durchbruch-11488107.html?wt_mc=rss.red.ho.themen.k%C3%BCnstliche+intelligenz.beitrag.beitrag) – Heise KI, 2026-10-14

Zuletzt aktualisiert: 2026-10-14
