Auf der Open Compute Project (OCP)-Konferenz 2026 kündigte Intel an, dass sein KI-Beschleuniger Crescent Island als Intel GPU D-Series verkauft wird. Außerdem veröffentlichte das Unternehmen erstmals offizielle Leistungsdaten: eine theoretische Spitzenleistung von 1.3 Petaflops (PFLOPS) bei FP8-Genauigkeit sowie eine Speicherbandbreite von 1.5 Terabyte pro Sekunde (TB/s). Die D-Series kommt als luftgekühlte PCIe-Karte mit einem Leistungsbudget von 350 Watt und bis zu 480 GB LPDDR5X-Speicher auf den Markt.
Was die technischen Daten bedeuten
Die Angabe von 1.3 PFLOPS bei FP8 beschreibt die rohe Rechenleistung für Aufgaben mit niedriger Genauigkeit, wie sie häufig bei KI-Inferenz zum Einsatz kommen. FP8 – ein 8-Bit-Gleitkommaformat – ermöglicht dem Chip, mehr Operationen pro Sekunde auszuführen und dabei weniger Strom zu verbrauchen als Formate mit höherer Genauigkeit. Die Bandbreite von 1.5 TB/s gibt an, wie schnell Daten zwischen dem Speicher des Chips und seinen Recheneinheiten übertragen werden können. Sie ist ein wichtiger Faktor für die Verarbeitung großer KI-Modelle.
Warum es wichtig ist
Für Unternehmen, die KI-Dienste entwickeln, verspricht die neue D-Series schnellere Inferenz bei geringerem Stromverbrauch, was die Betriebskosten senken könnte. Entwickler müssen ihre Modelle an FP8 anpassen, um den vollen Nutzen daraus zu ziehen. Wegen der hohen Leistungsaufnahme benötigen die Karten außerdem eine robuste Kühlung und leistungsfähige Netzteile.