McKinsey schätzt, dass digitale Gesundheitstechnologien in Deutschland zusätzlich 80 Milliarden Euro Nutzen pro Jahr schaffen könnten. Die Modellrechnung umfasst 28 Technologien; 22,8 Milliarden Euro davon schreibt die Beratung Künstlicher Intelligenz zu.
Die Summe ist kein Beleg für entsprechend sinkende Gesundheitsausgaben: Auch produktivere Abläufe zählen als Nutzen, während Kosten für Software, Geräte, Schulungen und Betrieb nicht gegengerechnet wurden. Für die elektronische Patientenakte sieht McKinsey mit 9,3 Milliarden Euro das größte noch erschließbare Potenzial einer einzelnen Anwendung.
Warum es wichtig ist
Für Kliniken und Praxen heißt die Schätzung nicht, dass ihre Ausgaben sinken: Die Umsetzungskosten fehlen in der Rechnung, und der Nutzen hängt laut McKinsey auch davon ab, ob Anwendungen tatsächlich genutzt werden.