# Meta pausiert Teilen von Muse-Chats nach Sicherheitsbericht

> Meta hat die Linkfreigabe in seinem KI-Assistenten Muse gestoppt, nachdem Forschende Tausende öffentlich zugängliche Gesprächs-URLs entdeckt hatten.

Oossa · 2026-10-20 · https://oossa.com/de/meta-pauses-muse-chat-sharing-feature-after-security-report

Meta teilte mit, die Funktion zum Teilen von Muse-Gesprächen per Link vorübergehend deaktiviert zu haben. Der Schritt folgt auf einen Bericht der Sicherheitsfirma Claroc. Demnach ließen sich die Links aus öffentlichen DNS-Einträgen rekonstruieren, wodurch private Chats offengelegt wurden.

## Was die Forschenden herausfanden

Claroc erklärte, durch DNS-Abfragen – also über das Adressverzeichnis des Internets – mehr als 6.800 Muse-Links zum Teilen gefunden zu haben. Die URLs enthalten den Titel des Gesprächs, eine kurze Beschreibung und eine zufällige ID. Dadurch ließen sich die Seiten leicht finden. Zu den offengelegten Inhalten gehörten etwa eine Umsatzanalyse für eine Marketingfirma und der Kreditantrag eines Kleinunternehmers.

## Die Fakten

- Meta setzte die Muse-Teilen-Funktion im Oktober 2026 aus.
- Claroc fand mehr als 6.800 öffentlich auffindbare Muse-Links.
- Jeder Link setzt sich aus dem Gesprächsttitel, einer kurzen Formulierung und einer zufälligen ID zusammen.
- Ars Technica berichtete über das Problem; ein Sprecher von Meta bestätigte es.

## Warum es wichtig ist

Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet die Pause, dass ihre Muse-Chats nicht mehr für jeden erreichbar sind, der das Linkformat errät. Der Vorfall zeigt außerdem, dass beim Teilen von KI-Gesprächen unbeabsichtigt sensible Informationen nach außen gelangen können. Nutzer sollten daher bei Funktionen zum Teilen per Link vorsichtig sein.

## Quellen und Referenzen

1. [Meta pauses Muse sharing after researchers find AI chats on the web](https://www.theverge.com/tech/1014627/meta-muse-ai-sharing-ai-chats) – The Verge, 2026-10-20

Zuletzt aktualisiert: 2026-10-20
