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Nvidia beteiligt sich als Minderheitsaktionär an Doctolib

Doctolib will mit Nvidias Hilfe KI-Talente gewinnen und eigene Modelle weiterentwickeln. Wie groß Nvidias Anteil ist, blieb offen.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

National Cancer Institute · Unsplash

Nvidia steigt als Minderheitsaktionär bei Doctolib ein. Das teilte Doctolib-Chef Stanislas Niox-Chateau am Abend in Paris mit. Wie viele Anteile der US-Chiphersteller übernimmt oder wie viel er investiert, wurde zunächst nicht bekannt.

Doctolib will die Beteiligung nutzen, um schneller KI-Fachleute zu gewinnen und die Entwicklung eigener KI-Lösungen in Europa voranzutreiben. Nach Angaben des Unternehmens soll Nvidia dabei Zugang zu Expertinnen und Experten bieten und beim Training eigener Modelle unterstützen.

Was Doctolib mit KI anbietet

In Deutschland kennen viele Doctolib vor allem als Plattform, über die Patientinnen und Patienten Arzttermine buchen. Zum Angebot gehört außerdem ein KI-Telefonassistent, der Praxen bei der Organisation von Terminen am Telefon helfen soll. Doctolib bietet auch Software für Verwaltungs- und Buchhaltungsaufgaben an.

Die Anwendungen von Doctolib bauen laut dem Bericht auf bereits bestehenden Sprachmodellen auf. Das Unternehmen kündigte nicht an, dass sich durch Nvidias Einstieg unmittelbar etwas an der Terminbuchung oder den verfügbaren Funktionen ändert.

Was Doctolib zu Gesundheitsdaten sagt

Doctolib betonte, dass die Gesundheitsdaten des Unternehmens auf Servern in der Europäischen Union und in Großbritannien gespeichert würden und dort blieben. Das gelte nach Unternehmensangaben auch für die KI-Modelle. Weitere Einzelheiten zu den technischen oder vertraglichen Bedingungen der Beteiligung nannte der Bericht nicht.

Nvidia ist vor allem für Chips bekannt, die in Rechenzentren für KI eingesetzt werden. Der Einstieg bei Doctolib verbindet den Anbieter von Gesundheitssoftware damit mit einem Unternehmen, das zentrale Technik für solche Rechenleistungen liefert.

Warum es wichtig ist

Für Patientinnen und Patienten, die Doctolib zur Terminbuchung nutzen, ist zunächst keine Änderung an der Plattform angekündigt. Doctolib sagt, Gesundheitsdaten und KI-Modelle blieben in der EU und Großbritannien; wie sich Nvidias Beteiligung langfristig auf Funktionen oder Datenverarbeitung auswirkt, ist noch offen.

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