# Steven Pinker plädiert für praktische KI-Sicherheit statt Weltuntergangswarnungen

> Der Harvard-Psychologe Steven Pinker hält die Befürchtung, KI könne die Menschheit auslöschen, für übertrieben. Zugleich warnt er vor näherliegenden Risiken wie Bioterrorismus und Cyberangriffen. Statt apokalyptischer Rhetorik fordert er unabhängige Aufsicht, Haftung und menschliche Kontrolle.

Oossa · 2026-09-28 · https://oossa.com/de/steven-pinker-urges-practical-ai-safety-over-doomsday-warnings

In einem auf Quillette veröffentlichten offenen Brief antwortet Pinker dem Psychiater und Blogger Scott Alexander, der ihn zu einer Debatte über die existenziellen Risiken von KI herausgefordert hatte. Pinker lehnte ab und bezeichnete öffentliche Debatten als „Zuschauersport“.

Pinker räumt ein, unterschätzt zu haben, wie leistungsfähig große Sprachmodelle werden und wie schnell Unternehmen sie auf den Markt bringen würden. Szenarien, in denen eine KI ein Ziel um jeden Preis verfolgt, weist er zurück. Unkontrollierte KI-Agenten, Cyberangriffe und Bioterrorismus verdienten jedoch ernsthafte Aufmerksamkeit.

## Die Fakten

- Pinker zufolge schätzt Alexander die Wahrscheinlichkeit, dass KI die Menschheit auslöscht, auf 20 Prozent.
- Pinker fordert unabhängige Aufsicht, rechtliche Haftung und menschliche Kontrolle als Bestandteile der KI-Sicherheit.

## Warum es wichtig ist

Die Meinungsverschiedenheit wirft eine praktische Frage für die KI-Politik auf: Wie lassen sich reale Sicherheitsrisiken angehen, ohne sich auf Vorhersagen vom Aussterben der Menschheit zu stützen?

## Quellen und Referenzen

1. [Harvard psychologist calls for sober AI safety engineering over doomsday rhetoric](https://the-decoder.com/harvard-psychologist-calls-for-sober-ai-safety-engineering-over-doomsday-rhetoric/) – The Decoder, 2026-09-28

Zuletzt aktualisiert: 2026-09-28
