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VW wählt Wayve statt Nvidia für Fahrsoftware aus

Laut einem Spiegel-Bericht soll Wayve die KI-Software für autonomes Fahren liefern. Cariad bleibt an der Integration beteiligt; ein Starttermin ist nicht genannt.

OossaVon Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

CHUTTERSNAP · Unsplash

Volkswagen hat sich bei der Software für autonomes Fahren für das britische Start-up Wayve und gegen Nvidia entschieden. Das berichtet der Spiegel. Es handle sich um eine Vorentscheidung; Angaben zu einem unterschriebenen Vertrag oder zum Start in Serienfahrzeugen nennt der Bericht nicht.

Vor einigen Wochen ließ VW Wayve, Nvidia und rund ein Dutzend weitere Anbieter in einer süddeutschen Großstadt gegeneinander antreten. Wayves Angebot habe dabei technisch und finanziell überzeugt, heißt es im Bericht. Nvidia könnte trotzdem beteiligt sein: Der Chiphersteller ist bereits Großinvestor bei Wayve und kommt laut Bericht weiterhin als Zulieferer von Chips infrage.

Was Wayves Software leisten soll

Wayve setzt auf eine sogenannte Ende-zu-Ende-KI: Ein System, das mit großen Datenmengen trainiert wird und Fahraufgaben weitgehend selbst übernimmt. Bei einer Testfahrt soll ein Audi A6 e-tron mit Wayves Software erkannt haben, dass ein entgegenkommendes Auto per Lichthupe auf seine Vorfahrt verzichtete. Anschließend fuhr der Audi selbstständig in eine Parklücke. Das ist ein einzelner berichteter Versuch und kein Nachweis für den Einsatz im Alltag.

Auch Mercedes-Benz will Wayves Software in ein Serienfahrzeug integrieren. Entwicklungschef Jörg Burzer sagte im September 2026, damit sollten fortschrittliche Fahrassistenzsysteme für Stadt- und Autobahnfahrten mehr Kunden erreichen. Mercedes’ bestehende Kooperationen mit Nvidia und Momenta sollen laut Bericht bestehen bleiben.

Cariad bleibt beteiligt

Wayve soll die KI-Software liefern; Cariad, die Softwaretochter von VW, soll sie in eine Hardwarelösung integrieren, die mit Bosch entwickelt wurde. Die frühere Zusammenarbeit von Cariad und Bosch war im Juni beendet worden. Laut Spiegel hätte die Nvidia-Variante dagegen bedeutet, das gesamte Selbstfahrsystem extern entwickeln zu lassen. Die rund 1.200 Beschäftigten von Cariads Abteilung für autonomes Fahren wären dadurch weitgehend überflüssig geworden.

Die Entscheidung kommt in einer angespannten Lage bei Cariad: Konzernchef Peter Bosch kündigte laut Bericht den Abbau von 1.000 Stellen bei mehr als 4.000 Beschäftigten an. Für die Mitarbeitenden gilt eine Jobgarantie bis 2029. Die Tochterfirma Vaiva mit 160 Beschäftigten soll geschlossen werden.

Warum es wichtig ist

Für VW-Fahrerinnen und -Fahrer bedeutet die Auswahl zunächst noch keine neue Funktion im Auto: Der Bericht nennt weder einen Serienstart noch betroffene Modelle. Bestätigt ist lediglich die berichtete Auswahl von Wayve; wann und in welcher Form Kunden die Software nutzen können, bleibt offen.

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