Anthropic gab am 23. September bekannt, dass sein großes Sprachmodell Claude in Jumbo-Phagen ein Enzymsystem aufgespürt habe, das CRISPR ähnelt. Rund 950 Claude-Agenten durchsuchten 21,5 Stunden lang Genomdatenbanken nach Reverse-Transkriptasen und stießen dabei auf die ART-Familie (array-associated reverse transcriptases). Das System könne DNA schneiden, kopieren und einfügen, erklärt das Unternehmen. Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass der Fund im Labor bestätigt werden muss. Außerdem sei dasselbe Enzym erstmals 2021 beschrieben worden; neu seien lediglich die Wiederholungsmuster. Anthropic plant weitere Experimente, um mögliche Genomeditierungsaktivitäten zu untersuchen.
Warum es wichtig ist
Sollte sich die Funktion bestätigen, könnte ART ein neues Werkzeug für die Genomeditierung sein. Bislang gibt es dafür jedoch nur computergestützte Hinweise.