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Oracle erweitert Fusion Claw zur Automatisierung komplexer Geschäftsprozesse
Mit der neuen Fusion-Claw-Laufzeitumgebung können Oracles Fusion-Apps mehrstufige Aufgaben wie Personalplanung und Buchhaltung erledigen. Dabei nutzt die KI Schlussfolgerungen, während Berechnungen außerhalb des Modells stattfinden.
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Oracle hat heute angekündigt, dass seine Fusion-Suite nun eine Funktion namens Fusion Claw umfasst. Die Laufzeitumgebung versetzt die Software in die Lage, als KI-gestützter Agent länger dauernde Geschäftsprozesse zu planen, zu modellieren und auszuführen. Dabei kombiniert sie große Sprachmodelle – die Art von KI, die auch ChatGPT zugrunde liegt – für Schlussfolgerungen mit Oracles herkömmlicher Transaktions-Engine für Berechnungen. Nach Angaben des Unternehmens sind die ersten 25 Claw-gestützten Anwendungen ab sofort verfügbar und ohne Aufpreis im bestehenden Produkt Agentic Applications enthalten.
Claw ist auf Aufgaben ausgelegt, die wiederholte Anpassungen erfordern, etwa die Erstellung von Dienstplänen, die Qualifikationen der Beschäftigten, arbeitsrechtliche Vorgaben und Kostenziele berücksichtigen. Der Agent kann Optionen vorschlagen, die erforderlichen Berechnungen durchführen und mit entsprechender Berechtigung die offiziellen Datensätze aktualisieren. Ein „Outcome Receipt“ dokumentiert die angewandten Richtlinien und getroffenen Entscheidungen und liefert damit mehr Einzelheiten als ein gewöhnliches Audit-Protokoll.
Wie unterscheidet sich Fusion Claw von früheren Agenten?
Frühere Oracle-Agenten konzentrierten sich auf eng umrissene Ziele, etwa die Zahl der Vertragsverlängerungen zu steigern. Claw ist für mehrstufige Aufgaben gedacht, die bei veränderten Bedingungen möglicherweise erneut ausgeführt werden müssen – zum Beispiel, wenn ein Dienstplan geändert werden muss, weil sich jemand krankmeldet. Die Architektur begrenzt den Einsatz kostspieliger KI-Modelle: Das Sprachmodell wird nur für Schlussfolgerungen aufgerufen, während die Verarbeitung großer Datenmengen in Oracles herkömmlicher Engine bleibt. Die erste Version funktioniert mit Gemini von Google und den Modellen von OpenAI. Kunden können jedoch noch keine eigenen Modelle der unteren Preisklasse einbinden.
Was das für Kunden bedeutet
Unternehmen können einen „Enterprise Operating Envelope“ festlegen, um Ziele, Risikogrenzen und Genehmigungsschritte zu definieren. Sie können einstellen, dass ein Mensch jeden Plan prüft, oder dem Agenten innerhalb der festgelegten Grenzen autonomes Handeln erlauben. Oracle erwartet, dass Unternehmen zunächst unter menschlicher Aufsicht starten und die Automatisierung mit wachsendem Vertrauen ausweiten. Das Unternehmen nannte keine konkreten Zahlen zu Kosteneinsparungen oder Leistungsdaten aus Einsätzen in der Praxis.
Warum es wichtig ist
Für Beschäftigte im Arbeitsalltag könnte Fusion Claw schnellere und genauere Dienstpläne oder eine raschere Klärung von Unstimmigkeiten in der Buchhaltung bedeuten – ohne ständige manuelle Aufsicht. Unternehmen müssen entscheiden, wie viel Handlungsspielraum sie der KI geben und wie sie deren Aktionen überwachen wollen, um Effizienz und Kontrolle in Einklang zu bringen.
Quellen und Referenzen
| # | Quelle | Medium | Datum | Kernaussage |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Oracle expands AI agent features with Fusion Claw ↗ | SiliconANGLE | 29.09.2026 | Oracle Corp. today is introducing an agentic software runtime that lets its Fusion applications carry out complex business tasks, from recon |
1 Quellen
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