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Apple öffnet Siri AI für Drittanbieter-Apps

Entwickler können Apps in Apples Software-Betas mit Siri AI verbinden. So kann der Assistent Anfragen bearbeiten und mehrere Aufgaben kombinieren. Die Veröffentlichung für Kunden ist in einigen Monaten geplant.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

NordWood Themes · Unsplash

Apple ermöglicht es Entwicklern, ihre Apps mit Siri AI zu verbinden. So kann der Assistent auf App-Informationen zugreifen und auf natürlich formulierte Anfragen hin Aktionen ausführen. Die Funktion ist am 3. November 2026 als Developer Preview in den Betas von iOS 27.3, iPadOS 27.3, macOS 27.3 und visionOS 27.3 erschienen. Laut Apple erhalten Entwickler damit vorab Zugriff, bevor die Funktionen in einigen Monaten für Kunden verfügbar werden.

Entwickler nutzen Apples App-Intents-System, um Inhalte und Aktionen ihrer Apps in Siri AI einzubinden. Mit einer neuen Funktion namens „Skills“ können Apps mehrere Aktionen zu einem Ablauf bündeln. Apple nennt als Beispiele, eine Lieferung zu prüfen, eine Reservierung vorzunehmen oder eine Bestellung aufzugeben. Wie The Verge berichtet, müssen Nutzer den Namen einer App möglicherweise nicht nennen, wenn sie bereits im Vordergrund geöffnet ist, eine Live Activity läuft oder sie Teil eines Gesprächs mit Siri AI ist. Apple veranschaulicht das mit der Bitte an Siri, die Abholadresse für eine Fahrt zu ändern, die bereits in einer App verfolgt wird.

Was kann Siri mit Apples Apps tun?

Apple stattet auch seine eigenen Apps mit diesen Funktionen aus, darunter Kalender, Dateien, Finder, Mail, Karten, Nachrichten, Musik, Notizen, Fotos, Safari und Wetter. Nutzer könnten Siri etwa bitten, ein Café zu finden, das sie in der Vorwoche besucht haben, oder Dateien zu archivieren, die seit mehr als einem Jahr nicht geöffnet wurden. Laut Apple können Nutzer Siri fragen, was sie in den einzelnen Apps tun kann.

Apple zufolge kann Siri AI außerdem beliebige Entitäten im semantischen Spotlight-Index anzeigen – nicht nur Elemente, die einem bestehenden Schema entsprechen. Dadurch könnten mehr Arten von App-Informationen für Siri verfügbar werden. Welche Aktionen Entwickler genau einbauen können, hat Apple jedoch nicht vollständig aufgelistet.

Wer kann die Funktion ausprobieren?

Es handelt sich um eine Developer Preview, nicht um eine allgemeine Freigabe der Funktionen für Drittanbieter-Apps. Apple zufolge können Entwickler sie jetzt erkunden und testen. Einreichungen solcher Funktionen für den App Store sollen im Frühjahr möglich sein. Für Siri AI sind ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät und eine unterstützte Sprache erforderlich. Zu den aufgeführten Sprachen zählen Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Einige Funktionen können je nach Region und Sprache variieren. In der EU ist Siri AI derzeit in iOS, iPadOS und watchOS nicht verfügbar.

Apple hat die Nutzungsbedingungen und -richtlinien für mit Siri AI entwickelte Funktionen noch nicht bekannt gegeben. Laut Ankündigung sollen weitere Details folgen.

Warum es wichtig ist

Für Nutzer unterstützter Apple-Geräte könnte das bedeuten, Siri Aufgaben in teilnehmenden Apps von Drittanbietern erledigen zu lassen, ohne jeden einzelnen Schritt vorgeben zu müssen. Die Funktion befindet sich jedoch noch in der Developer Preview. Welche Apps sie unterstützen werden und welche Bedingungen für diese Integrationen gelten, ist noch offen.

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