Beim Health Data Summit in Berlin kritisierte Christian Müller von Bayer Vital den Zugang für Pharmaunternehmen zum Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ): Wegen strenger Anonymisierung arbeite die Industrie dort „wie mit verbundenen Augen“. Begrenzte Variablen und Rechenkapazitäten sowie manuelle Prüfschritte machten den Zugang zur „Ochsentour“.
Das FDZ ermöglicht Analysen zu Daten von rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten; laut den auf dem Summit genannten Zahlen liegen dafür mehr als 120 Anträge vor. Die elektronische Patientenakte soll schrittweise angebunden werden: Daten sollen ab 2027 beantragt werden können. Wann und wie die technischen Hürden für Unternehmen sinken, blieb offen.
Warum es wichtig ist
Für Pharmaunternehmen kann der Zugang zu Gesundheitsdaten Forschung erschweren, weil laut Bayer Vital Variablen und Rechenkapazitäten begrenzt sind; ob geplante Änderungen diese Hürden abbauen, ist noch unklar.