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China gründet Mathematik-KI-Allianz – westliche Forscher äußern Bedenken

Acht chinesische Institutionen haben die Yau Laboratory Alliance for Mathematics and AI gegründet. Sie soll 1.000 Forschende vernetzen, während viele Fields-Medaillengewinner im Westen befürchten, KI könne das Verständnis beeinträchtigen.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Thomas Delacrétaz · Unsplash

Am Sonntag gab eine von Fields-Medaillengewinner Shing-Tung Yau angeführte Gruppe in Peking die Gründung der „Yau Laboratory Alliance for Mathematics and Artificial Intelligence“ bekannt. Der Allianz gehören acht chinesische Forschungsinstitute an. Sie will ein Netzwerk mit mehr als 1.000 Mathematikerinnen und Mathematikern aufbauen, die an KI-Werkzeugen für die Mathematik arbeiten. Darüber berichtete die South China Morning Post.

Warum westliche Mathematiker skeptisch sind

In Europa und den Vereinigten Staaten wenden sich immer mehr führende Mathematiker gegen KI-generierte Beweise. 25 Fields-Medaillengewinner, darunter Terence Tao und Peter Scholze, warnen, dass Forschende bei einem Rückgriff auf KI womöglich immer schlechter nachvollziehen können, wie ein Beweis zustande kommt. Einige haben zum Boykott KI-generierter Ergebnisse aufgerufen, andere sind angesichts der schieren Zahl von Arbeiten alarmiert, in denen inzwischen ein KI-Werkzeug als Mitautor aufgeführt wird.

Chinas Strategie für KI in der Mathematik

Die chinesische Allianz will spezialisierte KI-Modelle entwickeln, die maschinell überprüfbare Beweise erstellen können. Außerdem sollen die Systeme ihre Schlussfolgerungen so erklären, dass andere Forschende sie nachprüfen können. Yau warnte, China könne in der mathematischen Forschung gegenüber den Vereinigten Staaten zurückfallen, wenn es seine Kräfte nicht bündele.

Warum es wichtig ist

Gelingt der chinesischen Allianz ihr Vorhaben, könnten KI-Werkzeuge in der mathematischen Forschung zum Standard werden. Das könnte Entdeckungen beschleunigen, aber auch verändern, wie Beweise überprüft werden. Für Studierende und Berufstätige könnte das bedeuten, neue Software erlernen zu müssen, um KI-generierte Ergebnisse nachzuvollziehen oder zu kontrollieren. Die Debatte im Westen macht zugleich deutlich, dass sich die Disziplin möglicherweise unterschiedlich entwickeln wird.

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