ElevenLabs hat ein Rückkaufangebot über 300 Millionen Dollar für Mitarbeitende abgeschlossen. Dabei wird das Unternehmen mit 22 Milliarden Dollar bewertet – etwa doppelt so viel wie die 11 Milliarden Dollar, die es nach seiner Series-D-Runde im Februar 2026 angegeben hatte. Das Angebot wurde von Wellington und T. Rowe Price angeführt. Zu den neuen Investoren zählen EQT, Goldman Sachs und GIC; zu den bisherigen Geldgebern gehören unter anderem Andreessen Horowitz und Lightspeed.
Warum der Bewertungssprung wichtig ist
Die höhere Bewertung spiegelt die starke Nachfrage nach ElevenLabs’ Plattform für dialogfähige KI-Agenten wider, die das Unternehmen ElevenAgents nennt. Unternehmenskunden stehen inzwischen für 55 % des Umsatzes. Laut ElevenLabs führen die Sprachagenten jede Woche mehr als 15 Millionen Gespräche – dreimal so viele wie im Februar.
Was das Unternehmen anbietet
ElevenLabs hat zwei neue Text-to-Speech-Modelle veröffentlicht: v4 und v4 Turbo, die laut Unternehmen besonders schnell und ausdrucksstark sind. Außerdem bietet die Firma ein Transkriptionsmodell für den medizinischen Bereich namens Scribe v2 an. Unternehmen können die Agenten mit internen Wissensdatenbanken verbinden. So kann die KI Fragen beantworten, Rückerstattungen bearbeiten, Termine vereinbaren und mehr. Zu den Kunden zählen fünf der zehn größten Tech-Unternehmen der Welt, fünf der zehn größten Versicherer und vier der zehn größten Telekommunikationsanbieter.
Warum es wichtig ist
Für Unternehmen signalisiert die Finanzierung, dass Sprach-KI in großem Maßstab zunehmend zum Standardwerkzeug für den Kundendienst und interne Abläufe wird. Im Alltag könnten Nutzer dadurch häufiger natürlich klingende automatisierte Stimmen hören – etwa beim Anruf bei einer Bank, bei der Vereinbarung eines Arzttermins oder im Kontakt mit einer Behörde.