Ein US-Bundesrichter ordnete an, den ehemaligen OpenAI-Ingenieur Abdulrahman Alfozan bis zum Prozess in Haft zu behalten. Ihm werden Vorwürfe im Zusammenhang mit heimlichen Aufnahmen von Meetings des Unternehmens gemacht. Das FBI gibt an, auf seinem iPhone einen Ordner namens „Saudi Gov Docs“ sowie Fotos von Aufnahmegeräten gefunden zu haben. Die Staatsanwaltschaft behauptet außerdem, er habe mit einem Mitglied der saudischen Königsfamilie kommuniziert.
Die Staatsanwaltschaft hält Alfozan für fluchtgefährdet. Sie verweist auf ein One-Way-Ticket nach Riad, das nach ihren Angaben die saudische Regierung bezahlt hat, sowie darauf, dass seine Frau und sein Kind die USA verlassen haben. Die Regierung hat nicht öffentlich mitgeteilt, was sich in dem Ordner befand. Die Vorwürfe belegen nicht, dass Alfozan im Auftrag Saudi-Arabiens handelte.
Warum es wichtig ist
Für OpenAI-Mitarbeiter und Partner der Regierung könnten sich dadurch zusätzliche Sicherheitsbedenken ergeben. Was sich in dem Ordner befand und ob Alfozan im Auftrag einer ausländischen Regierung handelte, ist jedoch weiterhin unklar.