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Google sichert sich Atomstrom mit bis zu 3,59 Gigawatt

Constellation Energy soll Google über 15 und 20 Jahre mit Strom versorgen. Dafür plant der Versorger Investitionen von mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Lukáš Lehotský · Unsplash

Google hat mit dem US-Energieversorger Constellation Energy einen langfristigen Stromvertrag geschlossen. Constellation soll insgesamt 3,59 Gigawatt Leistung bereitstellen. Davon sollen 890 Megawatt durch Leistungssteigerungen an elf bestehenden Reaktorblöcken in Illinois, Pennsylvania und New Jersey hinzukommen. Die übrigen 2,7 Gigawatt kommen aus Constellations bestehender Kraftwerksflotte im PJM-Netz, einem regionalen Stromnetz im Osten der USA.

Für den Atomstrom gilt eine Laufzeit von 20 Jahren. Die Lieferung aus den bestehenden Kraftwerken ist für 15 Jahre vereinbart. Constellation will nach eigenen Angaben mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar in den Ausbau und die Modernisierung mehrerer Atomkraftwerke investieren. Die erste Leistungssteigerung soll voraussichtlich bis 2028 ans Netz gehen.

Was ist außerdem vereinbart?

Constellation zufolge soll der Vertrag rund 4.400 bestehende Arbeitsplätze sichern und während der Bauarbeiten etwa 7.200 neue schaffen. Die Zahlen stammen vom Energieversorger; Details dazu, wie die Arbeitsplätze verteilt werden, nennt die Meldung nicht.

Zusätzlich haben Google Cloud und Constellation eine auf fünf Jahre angelegte Technologiepartnerschaft vereinbart. Der Versorger will dabei Google Cloud und Gemini Enterprise einsetzen. Geplant ist ein Konzept für KI im Energiesektor, das laut Constellation den Ausbau von Stromkapazitäten beschleunigen, Anlagen effizienter nutzen und kritische Infrastruktur schützen soll. Konkrete Projekte oder messbare Ziele nennt das Unternehmen nicht.

Warum setzt Google auf Atomkraft?

Google begründet den Vertrag mit dem wachsenden Strombedarf seiner Rechenzentren und dem Ziel, in zusätzliche, verlässliche Energieversorgung zu investieren. Auch andere US-Technologiekonzerne sichern sich Atomstrom: Microsoft vereinbarte 2024 Strom aus dem wieder in Betrieb zu nehmenden Reaktor von Three Mile Island; Meta kaufte die gesamte Energieproduktion eines Kernkraftwerks in Illinois. Google plant außerdem, ab 2030 Strom aus kleinen Reaktoren des Entwicklers Kairos Power zu beziehen.

Warum es wichtig ist

Für Google bedeutet der Vertrag eine langfristig vereinbarte Stromquelle für den Betrieb seiner Rechenzentren. Für Menschen in den betroffenen US-Bundesstaaten könnten Ausbau und Modernisierung Arbeitsplätze sichern oder schaffen; ob der Vertrag Strompreise für Haushalte verändert oder wie viel zusätzliche Energie tatsächlich verfügbar wird, geht aus den Angaben nicht hervor.

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