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SAP kauft Techwolf laut Bericht für Hunderte Millionen Euro

SAP hat die Übernahme des belgischen Start-ups angekündigt. Der Kaufpreis wurde nicht offiziell genannt; der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Dylan Gillis · Unsplash

SAP übernimmt das belgische Start-up Techwolf. Die belgische Zeitung De Tijd berichtet, SAP zahle dafür mehrere Hundert Millionen Euro. SAP selbst nannte bei der Ankündigung am 6. Oktober 2026 keinen Kaufpreis. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 geplant und hängt noch von den üblichen Bedingungen ab, darunter behördliche Genehmigungen.

Techwolf entwickelt Software, die mithilfe von KI Fähigkeiten von Beschäftigten erfasst. Dafür wertet sie vorhandene Unternehmens- und Personaldaten aus. Große Unternehmen können die ermittelten Kompetenzen etwa für Personalplanung und Weiterbildung nutzen. SAP will nach Abschluss der Übernahme die Kompetenz- und Arbeitsdaten beider Unternehmen zusammenführen.

Was Techwolf SAP bringt

SAP integriert nach eigenen Angaben Techwolfs Context Graph, KI-Modelle und das Team für angewandte KI-Forschung. Der Context Graph ist laut SAP eine Wissensgrundlage für Anfragen von KI-Agenten zu Arbeits- und Kompetenzplanung sowie Talentmanagement.

Manoj Swaminathan, Produktchef der SAP Autonomous Suite, sagt, Techwolfs Daten machten den KI-Assistenten von SAP kostengünstiger und verbesserten seine Antworten. Das sind Angaben eines SAP-Managers; konkrete Messwerte oder unabhängige Testergebnisse nennt der Bericht nicht. Techwolf-Mitgründer und CEO Andreas De Neve erklärte, das Unternehmen habe acht Jahre an seiner Daten- und Belegbasis gearbeitet.

Techwolf soll weiter eigenständig arbeiten

Techwolf soll unabhängig bleiben, seinen Hauptsitz in Gent behalten und weiterhin Kunden betreuen, die keine SAP-Kunden sind. Auch die Plattform soll nach der Übernahme sowohl SAP- als auch Nicht-SAP-Kunden zur Verfügung stehen. Wie sich die Integration auf bestehende Verträge, Preise oder einzelne Produkte auswirkt, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Warum es wichtig ist

Für Personalabteilungen, die Techwolf nutzen oder prüfen, ist relevant, dass die Plattform laut SAP auch Nicht-SAP-Kunden weiter offenstehen soll. SAP will die Kompetenzdaten in seine KI-Angebote integrieren; ob sich dadurch Funktionen, Preise oder der Umgang mit bestehenden Verträgen ändern, ist bislang nicht bekannt.

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