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itch.io löscht Terabytes an KI-Inhalten und führt Filter ein

Die Spieleplattform entfernt massenhaft schlecht optimierte KI-Uploads. Ein neuer Suchfilter blendet Projekte aus, deren Entwickler KI-Einsatz angegeben haben.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

Branden Skeli · Unsplash

Die Spieleplattform itch.io hat nach eigenen Angaben mehrere Terabyte KI-generierter Inhalte gelöscht. Der Betreiber nannte auf Bluesky keine konkreten Spiele oder Dateien. Ein weiterer Beitrag deutet darauf hin, dass vor allem schlecht optimierte KI-Modelle betroffen waren. itch.io warnt: Große Mengen hochzuladen, nur weil es technisch möglich ist, verstoße gegen die Qualitätsregeln der Plattform.

KI-Inhalte sind auf itch.io nicht grundsätzlich verboten. Die Plattform hat aber bereits seit mehr als zwei Jahren eine Klausel gegen KI-Spam in ihren Richtlinien. Wer solche Inhalte in großer Zahl hochlädt, muss laut Betreiber mit einer Löschung rechnen. Die Maßnahme fällt in eine Phase starken Wachstums: Die Zahl der täglich neu erstellten Spieleseiten habe sich in den vergangenen zwei Monaten verdoppelt, teilte itch.io mit.

Was der neue Filter erfasst

Nutzer können in der Suche mit dem neuen „No AI“-Filter Projekte ausblenden, bei denen Entwickler den Einsatz generativer KI angegeben haben. Die Kennzeichnung beruht also auf Selbstauskunft; itch.io beschreibt keine automatische Prüfung der Inhalte.

Für Tabletop-Spiele, Bücher, Comics und Soundtracks müssen Entwickler das KI-Formular inzwischen ausfüllen. Ohne Angaben können sie Seiten in diesen Kategorien weder neu anlegen noch bearbeiten. Für Assets – etwa Grafiken oder andere wiederverwendbare Dateien – gilt die Pflicht laut itch.io bereits seit zwei Jahren. Das bedeutet: Der Filter kann nur Projekte zuverlässig erfassen, deren Entwickler die Angaben gemacht haben.

Andere Plattformen setzen andere Regeln

Auch Steam verlangt seit 2024 Angaben zum KI-Einsatz, bietet laut heise aber keinen vergleichbaren Suchfilter. Valve schreibt Entwicklern nicht vor, welche Werkzeuge sie verwenden dürfen. Stattdessen rät das Unternehmen Indie-Studios, sich mit ihrer Community und regelmäßigen Updates gegen KI-Klone zu schützen. Solche Klone lassen sich mit KI-Werkzeugen in kurzer Zeit erstellen; Anthropic hat deshalb die Regeln gegen Spieleklone in Claude Code verschärft.

Epic verfolgt einen anderen Kurs: Das Unternehmen will seinen Disney-Shooter vorrangig mit KI fertigstellen. Chef Tim Sweeney hält Kennzeichnungen in Spiele-Stores für sinnlos, weil KI seiner Ansicht nach künftig in fast allen Produktionen eingesetzt werde. itch.io setzt dagegen auf Angaben der Entwickler und einen Filter für Nutzer. Die Plattform ist auf Indie-Spiele spezialisiert und deutlich kleiner als Steam. Beide Plattformen standen im Vorjahr zudem wegen der Entfernung zahlreicher Sex-Spiele aus ihren Suchindizes unter Druck von Bezahldienstleistern.

Warum es wichtig ist

Wer auf itch.io gezielt nach Spielen ohne ausgewiesene generative KI sucht, kann dafür nun einen Filter nutzen. Er stützt sich auf Angaben der Entwickler und kann daher nicht zeigen, ob ein ungekennzeichnetes Projekt tatsächlich ohne KI entstanden ist.

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