Südkoreanische Behörden untersuchen Cyberangriffe auf drei der größten Banken des Landes: Hana Bank, KB Kookmin Bank und Shinhan Bank. Wie die New York Times berichtet, wurden bei dem Angriff auf die Shinhan Bank Kreditinformationen von rund 25.000 Kunden offengelegt. Bei der Kookmin Bank waren die Daten von 99 Kunden und 20 Beschäftigten betroffen, bei der Hana Bank von 89 Kunden. Präsident Lee Jae Myung erklärte, die Behörden hätten Hinweise darauf, dass die Angreifer KI-Modelle eingesetzt hätten. Damit könnten auch Menschen ohne fundierte technische Kenntnisse Hackerangriffe verüben.
Was die Behörden zum Einsatz von KI sagen
Bei einer live übertragenen Kabinettssitzung sagte Präsident Lee, der Einsatz von KI „löse in der Öffentlichkeit erhebliche Besorgnis und Angst aus“. Er wies das Kabinett an, zu klären, wie KI verwendet wurde, und den Schaden zu begrenzen. Die Nationale Ermittlungsbehörde untersucht alle drei Fälle.
Warum es wichtig ist
Wenn KI-Tools Hackerangriffe erleichtern, könnten mehr Menschen Banken und andere Dienste angreifen und so persönliche Daten gefährden. Für Kunden südkoreanischer Banken könnte das mehr Betrugsversuche bedeuten und es erforderlich machen, ihre Kreditauskünfte genauer im Blick zu behalten. Wie genau die KI eingesetzt wurde, ist noch unklar – daher lässt sich auch das Ausmaß künftiger Bedrohungen noch nicht einschätzen.