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Claude von Anthropic löst 25 Jahre altes NSA-Rätsel

Claude führte den verborgenen Ursprung der Seeds für NISTs ECDSA-Kurven auf einen einfachen C-Zufallszahlengenerator zurück und klärte damit eine langjährige Frage der Kryptografie.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Growtika · Unsplash

Anthropic gab bekannt, dass sein KI-System Claude ein 25 Jahre altes Rätsel um die Seeds der NIST-ECDSA-Kurven gelöst hat. Die KI fand die Quelle in weniger als 30 Minuten heraus und identifizierte die genaue Methode, mit der die NSA die Werte erzeugt hatte. Das Unternehmen spendet das für die Lösung ausgelobte Preisgeld von $36,864 an die Internet Security Research Group.

Wie Claude die Antwort fand

Claude untersuchte die Seed-Zahlen und bemerkte, dass die höchsten Bits immer null waren. Dieses Muster entspricht der Ausgabe von „lrand48“, einem einfachen Zufallszahlengenerator aus der C-Bibliothek, der nur 31-Bit-Werte erzeugt. Indem Claude Zeitstempel aus dem Zeitraum von Mai 1997 bis April 1998 testete, zeigte das System, dass die NSA lrand48 in diesem Zeitraum mit einem Unix-Zeitstempel initialisiert hatte. Das bedeutet, dass die Seeds nicht auf Grundlage eines geheimen kryptografischen Designs erzeugt wurden – und verringert die Wahrscheinlichkeit einer absichtlich eingebauten Hintertür.

Was das für Nutzer bedeutet

Der Fund räumt einen langjährigen Verdacht aus, dass die NIST-Kurven verborgene Schwachstellen enthalten könnten. Für Entwickler und alle, die auf ECDSA-Signaturen angewiesen sind – von sicheren Websites bis hin zu digitalen Geldbörsen –, schafft die Erklärung neues Vertrauen darin, dass die Parameter auf einfache und nachvollziehbare Weise erzeugt wurden. Eine unabhängige Überprüfung der Behauptung steht noch aus, doch die Erklärung macht es unnötig, von einem verborgenen Exploit auszugehen.

Warum es wichtig ist

Für Nutzer im Alltag verringert die Erklärung die Sorge, dass weit verbreitete digitale Signaturen verborgene Hintertüren enthalten könnten. Sie gibt Entwicklern die Gewissheit, dass die ECDSA-Parameter auf einem einfachen, dokumentierten Zufallsverfahren beruhen und nicht auf einem geheimen NSA-Design. Unabhängige Kryptografen müssen die Analyse noch bestätigen, bevor sie als gesichert gelten kann.

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