Apple bringt ausgewählte Funktionen von Apple Intelligence nach China. Die Entwickler-Beta von iOS 27.3 soll ab 4. November zum Testen bereitstehen. Eine öffentliche Beta folgt laut Heise kurz darauf; die reguläre Freigabe ist für Dezember geplant. Apple hatte den Start am 31. Oktober angekündigt.
Zum Paket gehören Schreibwerkzeuge zum Überarbeiten und Zusammenfassen von Texten, Genmojis, die Fotobearbeitung „Clean Up“ und Zusammenfassungen von Mitteilungen. Auch Live-Übersetzung ist vorgesehen: Sie soll in Nachrichten, FaceTime und Telefonaten funktionieren. Mit passenden AirPods können Nutzer laut Apple außerdem Gespräche von Angesicht zu Angesicht übersetzen.
Welche Funktionen kommen hinzu?
Apple nennt außerdem eine Suche in Fotos mit natürlicher Sprache, automatisch erstellte Erinnerungsfilme und Zusammenfassungen von E-Mails. Eine Funktion für wichtige Mitteilungen soll dringende Hinweise nach oben sortieren. Apple beschreibt auch Verbesserungen für Siri, darunter die Eingabe von Text und fortlaufende Gespräche.
Für einige Funktionen arbeitet Apple mit Alibaba zusammen. Nutzer sollen Qwen, das KI-Modell des chinesischen Unternehmens, in Siri sowie in den Schreibwerkzeugen und der visuellen Suche verwenden können. Heise berichtet, dass Qwen dort als Alternative zu Apples eigenen Modellen angeboten wird. Die Modelle für China sollen den dortigen Zensurregeln entsprechen.
Wer kann die Funktionen nutzen?
Apple nennt als unterstützte Geräte das iPhone 16 und neuere Modelle, iPhone Duo, iPhone 15 Pro und 15 Pro Max sowie iPhone Air. Für die Aktivierung müssen Siri und die Gerätesprache auf Englisch und vereinfachtes Chinesisch eingestellt sein. Für die Live-Übersetzung mit AirPods gelten zusätzliche Gerätebedingungen: Apple führt AirPods 5, AirPods 4 mit aktiver Geräuschunterdrückung, AirPods Pro 2 und neuere Modelle sowie AirPods Max 2 auf.
Nicht alle angekündigten Siri-Funktionen sind gleichbedeutend mit dem weitergehenden Siri-AI-Chatbot. Heise berichtet, dass dieser zunächst fehlt und eine gesonderte Zulassung benötigen könnte. Auch Apples Bildgenerator Image Playground ist laut Heise vorerst nicht dabei. Apple nennt dafür keinen Grund. Wann oder ob diese Funktionen nach China kommen, ist offen.
Warum es wichtig ist
Besitzer unterstützter iPhones in China sollen ab Dezember Schreib-, Foto- und Übersetzungsfunktionen direkt auf dem Gerät nutzen können, sofern sie die nötigen Sprach- und Gerätebedingungen erfüllen. Der Start umfasst aber nicht alle Apple-KI-Funktionen: Der Siri-AI-Chatbot und Image Playground fehlen zunächst, und für spätere Freigaben gibt es keinen Termin.