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Cisco plant KI-Umbau für 70 Prozent seiner Produkte

Der 27-jährige Padmanabhan Krishnamurthy soll ein 24-Monats-Projekt leiten. Cisco will bis Ende 2027 zahlreiche Produkte neu schreiben oder überarbeiten.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

Tyler · Unsplash

Cisco-Präsident Jeetu Patel hat Padmanabhan Krishnamurthy mit einem großen Umbau älterer Software beauftragt. Der 27-Jährige soll Code des Netzwerkausrüsters neu schreiben oder überarbeiten. Für die Arbeit stehen ihm laut Heise unbegrenzt viele KI-Token zur Verfügung; Patel gab ihm die Ansage „Go nuts“.

Krishnamurthy kam 2025 zu Cisco, als das Unternehmen sein Echtzeitübersetzungs-Start-up EzDubs übernahm. Er hatte EzDubs 2023 mitgegründet und die Idee für das Umbauprojekt selbst vorgeschlagen. Patel will das Vorhaben bewusst nicht nur von etablierten Cisco-Mitarbeitern prüfen lassen. Selbst führende KI-Entwickler des Unternehmens hätten einen solchen Umfang zuvor nicht erwogen. Wer als zweite Person zum Team gehört, ist noch nicht bekannt.

Was Cisco tatsächlich plant

Cisco hat gegenüber dem Magazin iX eine frühere Darstellung eingegrenzt. Es gehe nicht darum, 98 Prozent des Codes komplett neu zu schreiben, wie Fortune zunächst berichtet hatte. Das 24 Monate angelegte Projekt soll stattdessen bis Ende 2027 rund 70 Prozent der Produkte entweder neu schreiben oder einem Refactoring unterziehen. Refactoring bedeutet, vorhandenen Code umzubauen, ohne zwingend die Funktion der Software zu ändern.

Der Plan setzt laut Cisco nicht allein auf junge Entwickler. Das Team soll zu je einem Drittel aus erfahrenen Fachkräften, externen Marktexperten sowie KI-affinen Entwicklern und früheren Gründern bestehen. Cisco begrüße ausdrücklich, wenn sich die Gruppen bei ihren Ideen widersprechen. Wie genau die KI eingesetzt wird und welche Werkzeuge oder Modelle dabei zum Einsatz kommen, ist nicht angegeben.

Was für Kunden offenbleibt

Cisco hat bislang nicht genannt, welche Produktlinie als erster Praxistest für den Umbau dient. Ebenfalls offen ist, ob Kunden erfahren werden, wenn ihre Software überarbeitet wird. Heise weist außerdem darauf hin, dass nicht geklärt ist, wie sich die Arbeiten auf den Update-Prozess für bestehende Kunden auswirken.

Auch Aussagen zur Qualität der überarbeiteten Software gibt es bisher nicht. Stabilität und Sicherheit müssen sich daher erst in der Umsetzung zeigen. Die Ankündigung beschreibt ein großes internes Vorhaben, aber noch keine konkreten Änderungen, die Cisco-Kunden bereits nutzen können.

Warum es wichtig ist

Für Cisco-Kunden könnte der Umbau künftig Änderungen an Produkten und deren Updates bedeuten. Cisco hat aber noch nicht genannt, welche Produktlinie betroffen ist oder wie sich die Arbeit auf bestehende Kunden auswirkt; konkrete Folgen sind daher offen.

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