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Kalifornischer Unternehmer in Nvidia-Serverfall über 300 Millionen Dollar angeklagt

Laut Staatsanwaltschaft schleuste Greg Lui exportkontrollierte Nvidia-Server über Malaysia und Singapur, bevor sie Käufer in China erreichten.

OossaVon Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Mariia Berezovsky · Unsplash

Greg Lui, auch bekannt als Yiu Kong Lui, ist in Kalifornien festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, im Rahmen eines mutmaßlichen Plans exportkontrollierte Computerserver mit Nvidia-Chips im Wert von mehr als 300 Millionen Dollar nach China geliefert zu haben. Nach Angaben des US-Justizministeriums fanden die Lieferungen von 2023 bis 2024 statt. Zu den Käufern in China soll auch die chinesische Regierung gehört haben.

Lui ist Eigentümer des kalifornischen Unternehmens Earthmade Computer Inc. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und nicht namentlich genannten Komplizen vor, mit falschen Unterlagen den Eindruck erweckt zu haben, die Lieferungen seien für zugelassene Abnehmer und Ziele bestimmt gewesen, für die keine Exportlizenz erforderlich war. Die Vorwürfe sind vor Gericht noch nicht bewiesen. In der Überschrift von Tom’s Hardware heißt es, Lui drohten bis zu 20 Jahre Haft. Der bereitgestellte Bericht nennt jedoch weder die Anklagepunkte noch erläutert er, wie eine solche mögliche Strafe zustande käme.

Wie wurden die Server verschifft?

Laut Staatsanwaltschaft schickte die Gruppe die Server zunächst nach Malaysia und Singapur und von dort weiter nach China. Dem Bericht zufolge galten die US-Exportbeschränkungen in diesen Transitländern nicht. Die Unterlagen sollen zudem den endgültigen Bestimmungsort der Lieferungen verschleiert haben.

Der Bericht beschreibt die Server als mit beschränkten Nvidia-Chips bestückt, nennt aber weder die Chipmodelle noch die Anzahl der Lieferungen oder der Server, die chinesische Käufer erreichten. Auch die mutmaßlichen Komplizen werden nicht identifiziert.

Was ist noch unklar?

Die Mitteilung des Justizministeriums datierte laut Bericht vom October 1. Aus dem bereitgestellten Text geht nicht hervor, ob Lui sich bereits zu den Vorwürfen geäußert hat. Angaben zu den konkreten Anklagepunkten oder zum weiteren Verlauf des Verfahrens fehlen ebenfalls. Bei den Vorwürfen handelt es sich nicht um eine Feststellung der Schuld.

Warum es wichtig ist

Für Unternehmen, die Server verkaufen oder Exportpapiere erstellen, zeigt der Fall, dass Staatsanwälte Lieferungen über Drittländer genauer prüfen können, wenn Unterlagen den mutmaßlichen endgültigen Bestimmungsort falsch angeben. Lui wurde festgenommen. Der bereitgestellte Bericht sagt jedoch nicht, ob er sich bereits zu den Vorwürfen geäußert hat oder verurteilt worden ist.

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