Ein Jahr nach dem Betriebsstart zieht das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) eine positive Zwischenbilanz. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann kündigte an, dass Ende Oktober das Verfahren zur Aufnahme von Daten aus der elektronischen Patientenakte (ePA) beginnt. Nach einer sechswöchigen Widerspruchsfrist soll die technische Ausleitung Mitte Dezember anlaufen; ab 2027 können Forschende die Daten beantragen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum und EMBL entwickelten unterdessen Delphi-2M, einen Algorithmus, der Risiken für mehr als tausend Krankheiten vorhersagen kann. Er soll mit FDZ-Daten für Deutschland geprüft werden.
Das FDZ enthält bereits Routinedaten, mit denen Forschende etwa Impfungen, Diabetes und Long Covid untersuchen. Der Minister sagte, das Zentrum solle für KI-Anwendungen ausgebaut werden. Datenschutzklagen gegen die zentrale Datensammlung laufen weiter.
Warum es wichtig ist
Für Forschende in Deutschland könnten ePA-Daten ab 2027 Analysen mit Daten aus dem eigenen Gesundheitssystem ermöglichen; wie genau sie verfügbar sein werden und welche Datenschutzauflagen gelten, bleibt offen.