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Mozilla startet Firefox Enterprise für Unternehmen

Firefox Enterprise 158.0 bringt eine zentrale, selbst betriebene Verwaltungskonsole. Derzeit müssen Unternehmen dafür Vorabzugang anfragen.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Denny Müller · Unsplash

Mozilla hat Firefox Enterprise gestartet. Die erste Version, Firefox Enterprise 158.0, ist laut Heise ab sofort verfügbar. Unternehmen müssen derzeit jedoch Vorabzugang anfragen, bevor sie den Browser einsetzen können.

Neu ist vor allem eine zentrale Konsole, die Organisationen auf eigener Infrastruktur betreiben. Firefox und Firefox ESR ließen sich bereits zuvor über Unternehmensrichtlinien verwalten. Mit Firefox Enterprise können IT-Teams zusätzlich Nutzer, Sitzungen und Browserregeln über diese Konsole steuern.

Zugriff lässt sich an Geräte knüpfen

Beschäftigte melden sich im Browser über das Single Sign-on ihrer Organisation an. Das ist eine gemeinsame Anmeldung mit einem Firmenkonto. Firefox Enterprise unterstützt Identitätsanbieter, die OpenID Connect nutzen. Administratoren können außerdem festlegen, dass ein Gerät bestimmte Sicherheitsbedingungen erfüllen muss. Der Browser kann etwa melden, ob die Festplatte verschlüsselt ist und Sicherheitssoftware läuft. Ändert sich der Sicherheitszustand und erfüllt das Gerät die Vorgaben nicht mehr, meldet Firefox den Nutzer ab.

Für ausgewählte Websites können IT-Teams das Einfügen von Inhalten, Datei-Uploads, Downloads oder Drucken sperren oder mit einer Warnung versehen. Das kann etwa verhindern, dass Beschäftigte sensible Daten in einen nicht freigegebenen KI-Dienst kopieren. Die Funktion steuert den Browserzugriff auf solche Websites; welche Dienste eine Organisation freigibt, entscheidet sie selbst.

Mozilla setzt auf eigene Infrastruktur

Laut Mozilla umfasst die selbst betriebene Infrastruktur neben der Konsole auch Dienste für Updates, Synchronisierung, Telemetrie und Absturzberichte. Das Unternehmen will Firefox Enterprise in vorhandene Systeme für Identitätsverwaltung, Sicherheitsüberwachung und Geräteverwaltung integrieren. Mozilla nennt mehr Kontrolle über Browser-Infrastruktur und Daten als Ziel. Wie aufwendig Einrichtung und Betrieb sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Der Vertrieb konzentriert sich zunächst auf Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz. Weitere Länder sollen folgen. Google bietet mit Chrome Enterprise Core ebenfalls eine zentrale Verwaltung von Browserregeln, allerdings über eine Cloud-Konsole. Chrome Enterprise Premium ergänzt unter anderem Regeln gegen Datenabfluss und Kontrollen für die KI-Nutzung. Zu Preisen macht der vorliegende Bericht keine Angaben.

Warum es wichtig ist

Für IT-Teams in Unternehmen bietet die Konsole neue Möglichkeiten, Browserregeln zentral durchzusetzen und bestimmte Datenübertragungen auf ausgewählten Websites zu begrenzen. Ob Firefox Enterprise für eine Organisation günstiger oder einfacher zu betreiben ist als Chrome Enterprise, bleibt offen: Preise und Angaben zum Einrichtungsaufwand fehlen.

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