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Thrive Holdings übernimmt ADT für 15,3 Milliarden Dollar

Die von OpenAI unterstützte Investmentfirma will ADT zum Fundament ihres Smart-Home-Sicherheitsgeschäfts machen. Neue Produkte haben die Unternehmen jedoch noch nicht angekündigt.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

Datum des Ereignisses:

Scott Webb · Unsplash

Thrive Holdings hat den Sicherheitsanbieter ADT für 15,3 Milliarden Dollar übernommen. Das teilten die Unternehmen am 29. Oktober 2026 mit. Der vereinbarte Preis liegt bei 10 Dollar je Aktie, was einem Eigenkapitalwert von rund 7,6 Milliarden Dollar entspricht. ADT bezifferte den Gesamtunternehmenswert des Deals auf 15,3 Milliarden Dollar. Wie sich die Differenz zwischen den beiden Beträgen zusammensetzt, schlüsselten die Unternehmen nicht auf.

Thrive Holdings ist eine Private-Equity-Firma, die aus Thrive Capital hervorgegangen ist, der von Josh Kushner gegründeten Venture-Capital-Firma. OpenAI ist sowohl Partner als auch Investor. Thrive zufolge hält das Unternehmen mehr als 75 Firmen und will diese langfristig besitzen und sie dabei unterstützen, KI einzusetzen. OpenAI stellt den Unternehmen von Thrive Modelle, Technologie und sogenannte Forward-Deployed Engineers zur Verfügung – Mitarbeitende, die Firmen bei der Anwendung der Technologie unterstützen.

Was ändert sich für ADT-Kunden?

Die Unternehmen haben keine konkreten KI-gestützten Sicherheitsprodukte, Funktionen oder Veröffentlichungstermine angekündigt. Geplant ist nach ihren Angaben, in ADT zu investieren und neue Produkte auf den Markt zu bringen. ADT soll dabei das Fundament des Smart-Home-Sicherheitsgeschäfts von Thrive Holdings bilden. Was Kunden künftig kaufen können und ob neue Angebote die bestehenden Leistungen oder Preise von ADT verändern, bleibt damit offen.

Für Menschen, die ADT bereits nutzen, kündigt die Mitteilung keine unmittelbaren Änderungen am Service an. Auch erklären die Unternehmen nicht, wie die Werkzeuge oder Mitarbeitenden von OpenAI in Sicherheitsprodukten zum Einsatz kommen sollen oder ob künftige Funktionen Videos oder andere Kundendaten mithilfe von KI verarbeiten würden. Diese Details sind für Kunden wichtig, wenn sie über neue Produkte entscheiden. Die Unternehmen haben sie bislang jedoch nicht genannt.

Ein umkämpfter Smart-Home-Markt

Der Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem große Technologieunternehmen ihre Sicherheitsprodukte für zu Hause um KI-Funktionen erweitern. TechCrunch verweist auf Apples Einstieg in den Bereich mit Smart-Home- und Sicherheitsprodukten, die gemeinsam mit LG und Schneider Electric entwickelt wurden, sowie auf Aktualisierungen von Amazons Smart-Home-Angebot, darunter KI-gestützte Überwachungskameras für zu Hause. Auch einige Start-ups arbeiten an Roboterhunden, die als Wachposten patrouillieren.

Mit dem Kauf erhält Thrive ein etabliertes Sicherheitsunternehmen, auf dem sich aufbauen lässt – statt ein neues Sicherheits-Start-up oder ein Produkt anzukündigen, das Kunden schon heute ausprobieren können. Die Mitteilung belegt allerdings nicht, dass KI ADTs Sicherheitsangebote wirksamer machen wird, und erklärt auch nicht, wie neue Produkte im Vergleich zu denen von Apple oder Amazon abschneiden würden. Bislang stehen der Eigentümerwechsel und Thrives erklärte Absicht fest, zu investieren und Produkte zu entwickeln. Was Kunden davon merken, hängt davon ab, was als Nächstes auf den Markt kommt.

Warum es wichtig ist

Für ADT-Kunden könnte der Deal künftig neue Sicherheitsprodukte fürs Smart Home bringen. Ein Produkt, ein Veröffentlichungstermin oder ein Preis wurde jedoch noch nicht angekündigt. Die unmittelbar bestätigte Änderung ist der Eigentümerwechsel zu Thrive Holdings; was Kunden davon merken werden, ist noch offen.

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