Google hat die macOS-App AI Edge Foresight vorgestellt. Sie soll Besprechungen transkribieren, Notizen zusammenfassen und passende Informationen aus Dateien auf dem Rechner heranziehen. Google zufolge läuft die KI vollständig lokal: Aufnahmen, Transkripte und persönliche Wissensquellen würden nicht an Cloud-Server geschickt. Die App funktioniert laut Unternehmen auch offline.
Foresight kann Audio aus Google Meet und Zoom sowie Systemaudio über das Mikrofon erfassen und in Echtzeit transkribieren. Für Zusammenfassungen muss man der App zuvor Zugriff auf die betreffenden Inhalte geben. Unterstützt werden Office-Dokumente, Text- und Markdown-Dateien, Browser-Lesezeichen und PDFs. Eine semantische Suche soll auch nach inhaltlich passenden Stellen suchen, nicht nur nach exakt eingegebenen Wörtern.
Nur für Macs mit Apple-Chip
Die App läuft auf Macs mit Apple Silicon, nicht aber auf Intel-Macs. Google bietet sie als Download auf der eigenen Website an, nicht im Apple App Store. Preisangaben nennt der Bericht nicht. Ob Foresight selbst Deutsch unterstützt, war zunächst unklar. Das zugrunde liegende Modell beherrscht laut Google mehr als 100 Sprachen; daraus folgt aber nicht automatisch, dass alle Funktionen der App diese Sprachen unterstützen.
Im Kern arbeitet EmbeddingGemma 2, ein Modell mit 740 Millionen Parametern, zusammen mit Gemma 4. Die Kombination soll lokale Suche und Antworten auf Basis der eigenen Dateien ermöglichen. Google verspricht, dass die App sparsam mit Ressourcen und Akku umgeht. Unabhängige Messwerte dazu liegen im Bericht nicht vor.
Lokal heißt nicht ohne Vorsicht
Wer sensible Dokumente einbindet, sollte genau prüfen, welche Zugriffe die App erhält. Die Verarbeitung auf dem Gerät verringert zwar laut Google die Weitergabe an externe Server, ist aber keine Garantie dafür, dass eine App frei von Sicherheitsproblemen ist. Auch wie Foresight Daten und Berechtigungen im Detail handhabt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Warum es wichtig ist
Für Mac-Nutzer mit Apple-Chip könnte Foresight Besprechungsnotizen mit freigegebenen Dokumenten auf dem eigenen Rechner verknüpfen, auch ohne Internetverbindung. Google sagt, dass dabei keine Inhalte an Cloud-Server gehen; offen bleiben unter anderem der Preis, die Deutschunterstützung der App und unabhängige Prüfungen ihrer Sicherheit.