Google DeepMind hat am 30. September 2026 ein neues Tool namens SynthID Bio vorgestellt. Das System bettet ein unsichtbares Wasserzeichen direkt in die Aminosäuresequenz oder die 3D-Struktur von KI-generierten Proteinen ein. Es lässt sich später nachweisen – auch nachdem das Protein im Labor synthetisiert wurde – und verändert die biologische Aktivität des Proteins nicht.
So funktioniert das Wasserzeichen
SynthID Bio bringt das KI-Modell dazu, bestimmte Aminosäuren auszuwählen oder Atomkoordinaten gerade so weit anzupassen, dass ein erkennbares Muster entsteht. In Tests mit drei Zielstrukturen – VEGF-A, der Spike-Rezeptorbindungsdomäne (RBD) von SARS-CoV-2 und PD-L1 – banden die markierten Proteine ebenso stark wie die nicht markierten Varianten. Mit demselben Ansatz wurde auch ein Wasserzeichen in die Vorhersagen von AlphaFold 3 eingebettet, sodass die 3D-Koordinaten selbst die Markierung tragen.
Warum das wichtig ist
Das Wasserzeichen ermöglicht es Anbietern von DNA-Synthesen, Bestellungen zu kennzeichnen, die auf vertrauenswürdigen KI-Modellen beruhen. Das verkürzt den Zeitaufwand für manuelle Prüfungen. Außerdem hilft es öffentlichen Datenbanken, falsch gekennzeichnete KI-generierte Einträge zu erkennen und so die nachgelagerte Forschung vor unbeabsichtigten Biosicherheitsrisiken zu schützen.
Warum es wichtig ist
Für Forschende bedeutet das Wasserzeichen, dass sie nachweisen können, dass ein Protein von einem vertrauenswürdigen KI-System entworfen wurde, ohne dessen Funktion zu beeinträchtigen. Für Biosicherheitsteams bietet es eine automatisierte Prüfmöglichkeit, die die Kontrolle von DNA-Synthesen beschleunigen und öffentliche Proteindatenbanken sauberer halten kann.