Meta hat am Montag seine Meta Enterprise Platform vorgestellt. Der Dienst bündelt das große Sprachmodell Muse, eine Reihe von KI-Agenten und eine API, mit der Entwickler KI-Funktionen in ihre eigenen Apps einbauen können. CEO Mark Zuckerberg sagte, das Ziel sei, Unternehmen dabei zu helfen, Anzeigen zu erstellen, Kundenfragen zu beantworten und Programmieraufgaben zu automatisieren.
Wer leitet die neue Geschäftseinheit?
Geleitet wird die Einheit von Chirantan „CJ“ Desai, der Anfang der Woche seinen Posten als CEO von MongoDB aufgab, um zu Meta zu wechseln. Desai soll Unternehmen davon überzeugen, dass Metas KI-Tools sicher und nützlich sind. Ein früherer Versuch aus dem Jahr 2016, eine Version von Facebook für den Arbeitsplatz zu verkaufen, war gescheitert.
Warum Meta jetzt auf Unternehmens-KI setzt
Metas Kerngeschäft hängt nach wie vor von Werbung ab. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte das Unternehmen 114,4 Milliarden Dollar Werbeeinnahmen und einen Gewinn von 50,3 Milliarden Dollar – fast alles davon stammte aus Anzeigen. Zuckerberg sagte, die neue Plattform ermögliche es Meta, seine datenbasierte Werbeexpertise auf weitere Bereiche der Arbeitsabläufe in Unternehmen auszuweiten – vom Verfassen von Werbetexten bis zur Bearbeitung von Supportanfragen.
Warum es wichtig ist
Meta bietet Unternehmen nun eine Komplettlösung, um KI in Marketing, Kundenservice und Softwareentwicklung einzusetzen. Das könnte die Kosten für diese Aufgaben senken. Zugleich bedeutet der Schritt, dass Unternehmen mehr Daten mit einem Konzern teilen, der bereits mehrfach wegen Datenschutzkontroversen in der Kritik stand.