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Nvidia liefert China offenbar nur rund 1 Prozent der GPUs

Laut Bloomberg, das sich auf anonyme Quellen beruft, will Nvidia chinesische Unternehmen in den kommenden Monaten nur mit einigen Zehntausend RTX Pro 5500 beliefern.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

Mariia Berezovsky · Unsplash

Chinesische Technologieunternehmen wie ByteDance, Alibaba und Tencent sollen nur einen kleinen Teil der Nvidia-GPUs erhalten, die sie bestellt haben. Bloomberg berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen, Nvidia werde in den nächsten Monaten „einige Zehntausend“ RTX Pro 5500-Workstation-GPUs nach China liefern – etwa 1 Prozent der in dem Bericht genannten Bestellungen.

Die Überschrift von Tom’s Hardware bezeichnet die Bestellungen als Teil eines GPU-Auftrags aus China im Wert von 70 Milliarden US-Dollar. Aus den verfügbaren Angaben geht nicht hervor, wie viele RTX Pro 5500 bestellt wurden, wie die genannten 1 Prozent berechnet wurden oder ob sich der Anteil auf den Bestellwert oder die Anzahl der GPUs bezieht. Die geschätzte Liefermenge ist daher nur eine begrenzte Momentaufnahme und keine vollständige Bilanz von Nvidias Lieferungen nach China.

Was der Bericht offenlässt

Dem Bericht zufolge sind Lieferengpässe für den Rückstand verantwortlich. Er nennt jedoch weder die Ursache der Produktionsbegrenzung noch einen Zeitplan für spätere Lieferungen. Auch wird nicht aufgeschlüsselt, wie viele Karten für ByteDance, Alibaba, Tencent oder andere Käufer bestimmt sind. Die Unternehmen werden zusammenfassend als Firmen genannt, die nur eine begrenzte Stückzahl erhalten sollen.

Die RTX Pro 5500 wird als Workstation-GPU bezeichnet; im Bericht geht es um Lieferungen in den kommenden Monaten. Offen bleibt, ob die Bestellungen weitere Nvidia-Produkte umfassen, ob bereits Karten ausgeliefert wurden und welchen Preis die Kunden zahlen werden. Auch lässt sich daraus nicht ableiten, ob sich die gemeldete Liefermenge mit einer veränderten Versorgungslage noch ändern wird. Wegen dieser offenen Fragen ist schwer einzuschätzen, wie sich die Lage auf die Rechenpläne einzelner Unternehmen auswirkt.

Die zentrale Aussage ist vorerst eng umrissen: Nvidia soll angesichts einer deutlich größeren Nachfrage aus China nur einige Zehntausend dieser Karten liefern. Der Bericht besagt weder, dass die übrigen Bestellungen storniert wurden, noch wann die Käufer sie erhalten könnten. Die Zahlen stammen von anonymen, von Bloomberg zitierten Quellen und nicht aus einer detaillierten Lieferübersicht von Nvidia.

Warum es wichtig ist

Chinesische Unternehmen, die mit Nvidia-Hardware planen, müssen möglicherweise mit einer deutlich kleineren Erstlieferung rechnen, als ihre Bestellungen vermuten lassen. Da der Bericht offenlässt, wann weitere Lieferungen eintreffen, sind die Auswirkungen auf die Pläne einzelner Unternehmen unklar.

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