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Südkorea plant KI-Modell für 3,49 Milliarden Dollar

Seoul will ein Spitzen-KI-Projekt mit bis zu 4,7 Billionen Won fördern und damit zu Chinas führenden Modellen aufschließen.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Christopher Pap de Pestény · Unsplash

Die südkoreanische Regierung bereitet einen Haushalt vor, der 4,7 Billionen Won (etwa 3,49 Milliarden Dollar) in ein heimisches Spitzen-KI-Modell investieren soll. Das Geld soll über Beteiligungen bereitgestellt werden und ist für den Haushaltsplan 2027 vorgesehen. Dafür ist allerdings noch die Zustimmung des Parlaments nötig. Eine zweite Förderschiene soll koreanischen Unternehmen dabei helfen, das im Land entwickelte Modell branchenübergreifend einzusetzen.

So soll das Programm funktionieren

Drei Gruppen – LG AI Research, SK Telecom und Upstage – konkurrieren derzeit um die erste Förderrunde. Die Regierung betont, dass es keine automatischen Zuschüsse geben wird: Stattdessen soll ein offener Wettbewerb auch Start-ups die Teilnahme ermöglichen. Offizielle Vertreter räumen ein, dass Südkorea nicht so viel ausgeben kann wie die größten US-Unternehmen. Ziel sei jedoch, das Niveau der fortschrittlichsten offenen Modelle Chinas zu erreichen.

Das Branchenumfeld

Korea baut seine KI-Rechenkapazitäten bereits aus. Im Oktober 2025 schlossen Samsung und SK Telecom eine Vereinbarung mit OpenAI, um die KI-Infrastruktur auszubauen. Bereits im Juni kündigten Samsung, SK Hynix und der Staat ein 590 Milliarden Dollar schweres Vorhaben zur Steigerung der Chipproduktion an. Koreanische Nutzer geben inzwischen mehr für ausländische KI-Dienste aus als für Unterhaltung: Im Dezember 2025 zahlten sie mehr für ChatGPT-ähnliche Abos als für Netflix.

Warum es wichtig ist

Wird die Förderung bewilligt, könnten koreanische Unternehmen auf heimische KI-Werkzeuge zurückgreifen, statt von ausländischen Anbietern abhängig zu sein. Das könnte Kosten senken und dazu beitragen, Daten im Land zu halten. Für Verbraucher könnte es neue KI-Dienste auf Koreanisch bedeuten, die lokale Besonderheiten besser verstehen. Der Erfolg des Vorhabens hängt jedoch von der Zustimmung des Parlaments ab – und davon, ob das Modell mit bestehenden chinesischen oder westlichen Systemen mithalten kann.

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