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US-Behörde für KI-Tests fordert mehr Geld und eine Leitung

Das Weiße Haus beantragte im Haushalt für das Haushaltsjahr 2027 27 Millionen Dollar für CAISSI. Die Behörde hat keine permanente Leitung, und ihre Zusammenarbeit mit KI-Laboren ist freiwillig.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

Brett Wharton · Unsplash

Die US-Behörde für KI-Tests verfügt über ein Jahresbudget von etwa 10 bis 15 Millionen Dollar und hat keine permanente Leitung. Zugleich bittet das Weiße Haus den Kongress, ihre Mittel auf 27 Millionen Dollar aufzustocken. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte Semafor, der Antrag im Haushaltsentwurf von Präsident Donald Trump für das Haushaltsjahr 2027 entspreche einer Erhöhung um 145 Prozent gegenüber dem aktuellen Budget der Behörde.

Die Behörde, die inzwischen Center for Advancing Innovation and Standards for Super Intelligence oder CAISSI heißt, ist Teil des National Institute for Science and Technology im Handelsministerium. Sie arbeitet mit führenden KI-Laboren zusammen, um Modelle vor ihrer Veröffentlichung zu bewerten, und bezeichnet sich als „wichtigste Anlaufstelle der Branche“ für die US-Regierung. Diese Zusammenarbeit ist freiwillig: Unternehmen sind gesetzlich nicht verpflichtet, ihre Modelle zur Prüfung vorzulegen.

Warum steht die Behörde in der Kritik?

CAISSI wurde unter der Biden-Regierung gegründet, im selben Jahr wie ihr britisches Pendant, das UK AI Security Institute. Ursprünglich hieß die US-Behörde AI Safety Institute. 2025 strich die Trump-Regierung „Safety“ aus dem Namen – ein Ausdruck ihrer erklärten Präferenz, die Entwicklung von KI zu beschleunigen. Der vorherige Direktor, Chris Fall, trat im Juli zurück; eine permanente Nachfolge hat die Behörde bislang nicht ernannt.

Arthur Tellis, Senior Technology Fellow beim Washingtoner Thinktank Institute for Progress, sagte Semafor, das britische Institut sei unter anderem deshalb beeindruckend, weil Großbritannien stark in es investiert habe. Mehr Geld allein reiche für CAISSI nicht aus, argumentierte Tellis: Die Behörde brauche auch eine fachlich versierte Leitung, einen direkten Draht zum Weißen Haus und eine Struktur, mit der sie die Entwicklung führender KI-Systeme verfolgen und beeinflussen könne. Die US-Behörde sei zu klein und zu weit von den Entscheidungsträgern entfernt, um das wirksam zu leisten, sagte er.

Kongressabgeordnete schlagen höheres Budget vor

Einige Abgeordnete und Michael Kratsios, der Wissenschaftsdirektor des Weißen Hauses, haben sich für mehr Mittel ausgesprochen. Die Abgeordneten Lori Trahan, Demokratin aus Massachusetts, und Jay Obernolte, Republikaner aus Kalifornien, legten Anfang 2026 einen Gesetzentwurf vor, der CAISSI bis 2029 jährlich 100 Millionen Dollar geben würde. Trahan sagte, die Behörde brauche Geld, um qualifiziertes Personal zu gewinnen, dauerhafte Schutzmaßnahmen zu unterstützen und den USA dabei zu helfen, internationale Standards mitzugestalten.

Der Antrag des Weißen Hauses über 27 Millionen Dollar und der Vorschlag der Abgeordneten über 100 Millionen Dollar sind unterschiedliche Finanzierungspläne, keine bewilligten Budgets. Aus den vorliegenden Angaben geht nicht hervor, ob einer der Vorschläge angenommen wird. Auch mit mehr Geld bliebe die Zusammenarbeit von CAISSI mit KI-Unternehmen freiwillig, solange sich die Rechtslage nicht ändert.

Warum es wichtig ist

Die Prüfungen von CAISSI könnten Menschen, die KI-Produkte nutzen, Aufschluss darüber geben, wie die US-Regierung neue Modelle beurteilt, bevor sie öffentlich verfügbar sind. Die Prüfungen der Behörde sind derzeit jedoch freiwillig, und keine der vorgeschlagenen Budgeterhöhungen ist bestätigt. Die Angaben zeigen daher nicht, dass Unternehmen künftig zu neuen Tests verpflichtet werden.

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