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WebNavigator verdoppelt Erfolgsquote bei komplexen Webaufgaben

Eine neue Methode erstellt einen globalen Interaktionsgraphen als Wegweiser für Web-Agenten. Bei WebArena erreicht sie eine Erfolgsquote von 72,9 Prozent.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Clay Banks · Unsplash

Ein Forschungsteam um Xuanwang Zhang hat am 6. Oktober 2026 eine Arbeit mit dem Titel WebNavigator veröffentlicht. Das System verändert, wie KI-Agenten auf Websites navigieren. Statt sich durch Versuch und Irrtum voranzutasten, erstellt es zunächst offline eine Karte möglicher Aktionen und nutzt diese dann, um online die passenden Schritte auszuwählen. In Tests mit dem WebArena-Benchmark löste WebNavigator 72,9 Prozent der Aufgaben, die sich über mehrere Websites erstreckten – mehr als doppelt so viele wie die besten zuvor vorgestellten kommerziellen Agenten.

So funktioniert die Methode

WebNavigator erstellt einen Interaktionsgraphen – eine Art Routenplaner, der alle anklickbaren Elemente und Formulare einer Website erfasst. Dafür nutzt das System eine Erkundung mit „null Tokenkosten“, die keine API-Guthaben verbraucht, weil sie offline abläuft. Sobald eine Aufgabe eingeht, folgt der Agent einem Ablauf aus Abrufen, Schlussfolgern und Teleportieren: Er ruft den relevanten Teil des Graphen ab, ermittelt den besten Weg und springt dann direkt zur benötigten Seite. Die Autorinnen und Autoren bezeichnen das Fehlen einer solchen Gesamtkarte als „topologische Blindheit“.

Leistung und Bedeutung

Bei der WebArena-Aufgabenreihe mit mehreren Websites erreichte die neue Methode eine Erfolgsquote von 72,9 Prozent. Laut der Arbeit ist das mehr als doppelt so viel wie bei „Agenten auf Unternehmensniveau“. Auch beim Benchmark OnlineMind2Web schnitt sie gut ab; genaue Zahlen nennt die Zusammenfassung jedoch nicht. Die Ergebnisse legen nahe, dass ein globaler Überblick über eine Website für Agenten wichtiger sein kann als Verbesserungen am zugrunde liegenden Sprachmodell.

Warum es wichtig ist

Für Entwicklerinnen und Entwickler von Bots, die Formulare ausfüllen oder Daten auslesen, bedeutet eine höhere Erfolgsquote weniger Fehlversuche und weniger manuelle Nacharbeit. Der Ansatz könnte automatisierte Webdienste schneller und günstiger machen, weil weniger kostspielige Versuche durch Irrtum nötig wären. Die Arbeit zeigt allerdings noch nicht, wie die Methode auf Websites funktioniert, deren Layout sich häufig ändert.

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