Laut AWS ist OpenAI GPT-6.1 Terra ab sofort allgemein auf Amazon Bedrock verfügbar. Das Modell gehört zur GPT-6-Familie und ist AWS zufolge für alltägliche Aufgaben gedacht, bei denen es auf eine ausgewogene Kombination aus Leistungsfähigkeit, Geschwindigkeit und Kosten ankommt. Teams können es über Bedrock-APIs aufrufen oder ChatGPT Work und Codex so konfigurieren, dass sie es über Bedrock nutzen.
GPT-6.1 Terra verarbeitet Texte und Bilder und hat ein Kontextfenster von bis zu 1 Million Eingabe-Tokens. Das Kontextfenster gibt an, wie viel Material ein Modell auf einmal berücksichtigen kann. AWS nennt als Beispiele das Verfassen von Angeboten, die Interpretation technischer Zeichnungen, die Untersuchung von Codebasen und die Entwicklung von Agenten, die mit verschiedenen Geschäftssystemen arbeiten. Konkrete Angaben zu regionaler Verfügbarkeit oder Preisen macht die Ankündigung nicht. AWS verweist dafür auf die Bedrock-Dokumentation.
Was hat sich laut AWS verbessert?
AWS zufolge bietet GPT-6.1 Terra im Vergleich zu GPT-5.6 Terra detailliertere visuelle Schlussfolgerungen, bessere Computerbedienung, höhere Faktentreue und eine natürlichere Schreibweise. Außerdem nennt AWS Ergebnisse aus OpenAIs Agents’ Last Exam: Terra erzielte 15 Prozentpunkte mehr als GPT-5.6 Terra, lag gleichauf mit GPT-6 Astra und erledigte Aufgaben mehr als dreimal so schnell wie GPT-6 Astra und GPT-6.1 Sol.
Dabei handelt es sich um vom Anbieter gemeldete Ergebnisse. AWS macht in der Ankündigung weder Angaben zum Testaufbau noch zu den einzelnen Aufgaben. Die Zahlen zeigen daher nicht, wie die Modelle bei allen Arten von Arbeit abschneiden. Unabhängige Testergebnisse werden ebenfalls nicht genannt.
Wie sieht der Preisvergleich aus?
Laut AWS sind die Preise für Eingabe- und Ausgabe-Tokens bei GPT-6.1 Terra mindestens 50 % niedriger als bei GPT-6.1 Sol und GPT-5.6 Terra. Die konkreten Preise nennt AWS nicht. Um die Kosten für einen bestimmten Arbeitsablauf abzuschätzen, müssen Kunden daher die Preisinformationen von Bedrock prüfen.
AWS zufolge können die bestehenden Sicherheitsfunktionen von Bedrock Kunden dabei helfen, Arbeitsabläufe abzusichern, Zugriffe zu verwalten und Modellaufrufe zu überprüfen. Das sind Funktionen der Bedrock-Plattform und kein separates Kontrollpaket, das speziell für Terra beschrieben wird. Die Verfügbarkeit über Bedrock richtet sich außerdem an Unternehmen, die AWS-Dienste nutzen. Eine direkte Veröffentlichung für die breite Öffentlichkeit über ChatGPT wird nicht angekündigt.
Warum es wichtig ist
Für Unternehmen, die bereits Amazon Bedrock nutzen, kommt mit Terra ein weiteres Modell hinzu, das sich über Bedrock-APIs aufrufen oder mit ChatGPT Work und Codex verbinden lässt. AWS zufolge sind die Tokenpreise niedriger als bei zwei genannten Alternativen. Die tatsächlichen Kosten, unterstützten Regionen und die Leistung bei den eigenen Aufgaben müssen Unternehmen jedoch selbst prüfen – AWS nennt diese Details in der Ankündigung nicht.