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Tavus’ KI-Avatar Griffin täuscht 48 % der Nutzer im Videoanruf

In einem Test hielten fast die Hälfte der Teilnehmenden den neuen KI-Video-Avatar für einen echten Menschen – deutlich mehr als bei früheren Systemen.

OossaVon Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

visuals · Unsplash

Das San-Francisco-Startup Tavus hat Griffin vorgestellt, ein sogenanntes Human Interaction Model – eine KI, die während eines Live-Videoanrufs sehen, hören, sprechen und sich wie ein Mensch bewegen kann. In einem einminütigen Test sagten 48 % der Teilnehmenden, Griffin wirke wie ein echter Mensch. Frühere KI-Video-Avatare bestanden den Menschlichkeitstest nur selten: Die Quote lag bei etwa 2 %.

So wurde Griffin bewertet

Tavus führte gemeinsam mit Nvidia einen unabhängigen Test durch. Dabei wurde bewertet, wie „menschlich“ die KI in einem direkten Audio-Video-Gespräch wirkte. Griffin erreichte auf einer Skala von 5 Punkten eine Bewertung von 3,83, echte Menschen kamen auf 3,92. Das bisher beste KI-Modell hatte lediglich 2,80 erreicht.

Wo die Technik zum Einsatz kommen könnte

Tavus zufolge könnte Griffin beim Nachhilfeunterricht, beim Üben schwieriger Gespräche oder als kameragestützter Assistent für den technischen Support eingesetzt werden. Eine abgespeckte Version namens Griffin‑Lite ist für eine kleine Gruppe von Forschungstestern verfügbar. Eine umfassendere Version soll folgen, sobald Sicherheitsbedenken ausgeräumt sind.

Warum es wichtig ist

Wenn Griffin überzeugend wie ein Mensch auftreten kann, könnten Nutzer Gespräche üben oder Unterstützung von einem realistisch wirkenden virtuellen Assistenten erhalten, ohne dass ein Mensch zugeschaltet sein muss. Die Technik befindet sich jedoch noch in einer Forschungsvorschau. Ein breiter öffentlicher Zugang und Sicherheitsvorkehrungen sind daher noch nicht gegeben.

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