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KI-generierte Daten im vorläufigen Wählerverzeichnis Nigerias

Analysten fordern eine externe Prüfung der Wahlkommission Nigerias, nachdem KI-generierte Daten und weitere Fehler im vorläufigen Wählerverzeichnis entdeckt wurden.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

Tiffany Tertipes · Unsplash

Im vorläufigen Wählerverzeichnis Nigerias wurden KI-generierte Daten entdeckt. Das wirft Fragen dazu auf, wie die Wahlkommission Einträge überprüft. Kolawole Oluwadare, ein ranghoher Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation SERAP, sagte Semafor, die Reaktion der INEC, ihre Arbeit als Bereinigung zu bezeichnen, werde der Schwere des Problems nicht gerecht. Er forderte eine Prüfung durch eine externe Stelle und sagte, die Kommission solle sich nicht allein damit befassen.

Martin Uwakwe, ein in den USA ansässiger Technologieanalyst, der das vorläufige Verzeichnis geprüft hat, fand auch weitere Fehler: doppelte Einträge und Datensätze von Verstorbenen. Seiner Meinung nach könnte Nigerias bestehende Identitätsdatenbank bei der Überprüfung der Wählerdaten helfen. Aus den veröffentlichten Angaben geht weder hervor, wie viele KI-generierte Einträge es gibt, noch welche Art von Daten sie enthielten. Das Ausmaß des Problems ist daher unklar.

Warum das Wählerverzeichnis wichtig ist

Nigeria setzt bei Wahlen zunehmend auf digitale Instrumente, darunter biometrische Kontrollen, um Transparenz und Effizienz zu verbessern. Die Namen und Angaben der Wähler im Verzeichnis sind ein grundlegender Bestandteil dieses Verfahrens: Fehler können beeinflussen, wer wählen darf, während die Sorge vor manipulierten Daten Zweifel am verkündeten Ergebnis schüren kann.

Ein Instrument, das Bimodal Voter Accreditation System (BVAS), nutzt tragbare elektronische Geräte, um Wähler am Wahltag zu registrieren. Uwakwe warnte, jemand mit Zugang zum Backend des Systems könne die Geräte manipulieren und möglicherweise verhindern, dass unerwünschte Wähler registriert werden. Er beschrieb ein Risiko, keinen bestätigten Vorfall, und sagte, die Gefahr hänge davon ab, ob Personen mit diesem Zugang kompromittiert würden.

Was Analysten überprüfen lassen wollen

Oluwadare hält eine externe Prüfung für nötig, weil das Problem seiner Ansicht nach über das hinausgeht, was die INEC intern lösen kann. Uwakwe schlägt vor, die Wählerdaten mit der nationalen Identitätsdatenbank abzugleichen. Zusammengenommen zielen die Vorschläge auf zwei unterschiedliche Anliegen: eine unabhängige Prüfung des Verzeichnisses und eine Möglichkeit, einzelne Datensätze zu verifizieren. Aus den veröffentlichten Informationen geht nicht hervor, ob die INEC einen der beiden Schritte umsetzen wird.

Warum es wichtig ist

Fehler im Wählerverzeichnis könnten beeinflussen, wer in Nigeria zur Stimmabgabe registriert wird, und Zweifel an den Daten könnten das Vertrauen in Wahlergebnisse schwächen. Eine externe Prüfung und ein Abgleich mit Identitätsdaten wurden vorgeschlagen; unklar ist jedoch, ob die INEC diese Schritte umsetzen wird. Die Warnung zu BVAS beschreibt ein Risiko und ist kein Beleg für eine tatsächliche Manipulation.

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