Apple testet seit Kurzem vier „Audio Intelligence“-Funktionen für die Apple Watch. Damit lassen sich unter anderem kurze Gesprächsabschnitte erneut anhören und knappe Notizen im Stil von Besprechungsprotokollen erstellen. Zunächst stehen die Funktionen Entwicklern über das Update auf iOS 27.3 zur Verfügung, berichtet TechCrunch. Einen Termin für die öffentliche Veröffentlichung hat Apple nicht genannt.
Die Funktionen sind für die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 vorgesehen. Die beiden weiteren Funktionen erkennen Geräusche wie Sirenen, Alarme und Türklingeln und nutzen Shazam, um Musik in der Nähe zu erkennen. Apple zufolge könnten die akustischen Hinweise gehörlosen und schwerhörigen Menschen helfen.
Wie funktionieren die Gesprächsfunktionen?
Mit Live Rewind kann man durch zweimaliges Drücken der Digital Crown einen Textausschnitt der letzten 15 Sekunden anzeigen lassen. Beim Aktivieren spielt die Watch einen Signalton ab und zeigt eine Animation. Der Ausschnitt lässt sich in der Siri-App speichern. Andernfalls verschwindet er; nicht gespeicherte Ausschnitte werden nach 30 Sekunden automatisch gelöscht.
Siri Recaps erstellt eine kurze Zusammenfassung und Stichpunkte mit Angaben wie Terminen, Fristen oder Preisen. Apple zufolge werden dabei weder die sprechenden Personen identifiziert noch die Rohaufnahme gespeichert oder ein wortgetreues Transkript erstellt. Nutzer können die Zusammenfassungen deaktivieren, einen Zeitplan festlegen und sich die gespeicherten Zusammenfassungen am Ende des Tages ansehen. Sie lassen sich in „Notizen“ speichern oder in „Journal“ exportieren. Nicht gespeicherte Zusammenfassungen werden innerhalb von sieben Tagen gelöscht. Die Funktion zeichnet nicht auf, wenn man über Kopfhörer Musik hört oder die Geräuschunterdrückung nutzt.
Was geschieht mit den Audiodaten?
Laut Apple erkennt die Watch Gespräche mithilfe ihres S11-Chips und überträgt die Audiodaten zur Verarbeitung an das gekoppelte iPhone. Der gekürzte Text, aus dem eine Zusammenfassung erstellt wird, wird verschlüsselt an Apples Dienst Private Cloud Compute gesendet. Apple zufolge löscht der Dienst die Zusammenfassung und zugehörige Inhalte direkt nach der Verarbeitung. Apple erklärt außerdem, die Audiodaten seien in einem geschützten Bereich gesichert und für das Unternehmen nicht zugänglich. Die Funktionen sollen die Akkulaufzeit der Watch oder des iPhone nicht beeinträchtigen.
Die Entwickler-Beta ist ein früher Test und noch keine allgemeine Verfügbarkeit. Apple will vor der Freigabe für alle zunächst eine öffentliche Beta anbieten, hat aber noch keinen Termin dafür angekündigt.
Warum es wichtig ist
Wer auf der Watch eine mündliche Anweisung verpasst oder sich an eine Frist aus einer Besprechung erinnern muss, kann die Information mit Live Rewind abrufen oder mit Siri Recaps zusammenfassen lassen, ohne von Hand Notizen zu machen. Die Funktionen befinden sich noch in der Entwickler-Beta, sodass sich die meisten Nutzer vorerst nicht darauf verlassen können. Wann sie allgemein verfügbar sein werden, hat Apple nicht mitgeteilt.