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Cohere startet North 2 mit strengeren Kostenkontrollen

Die überarbeitete KI-Agentenplattform von Cohere bietet integrierte Token-Limits, gemeinsame Agentenbibliotheken und neue Verbindungen zu Slack, GitHub und Microsoft-Tools.

OossaVon Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Mohamed Nohassi · Unsplash

Cohere Inc. hat North 2 am 5. Oktober 2026 angekündigt. Die neue Version ersetzt das bisherige North-System, das seit August 2025 allgemein verfügbar ist. Mit North 2 können große Unternehmen KI-Agenten einsetzen, die mehrstufige Aufgaben erledigen, bei Bedarf einen Menschen hinzuziehen und Informationen zwischen Sitzungen speichern. Administratoren sehen jetzt den Token-Verbrauch jedes Nutzers und können direkt in der North Admin-Konsole Ausgabenlimits oder Warnmeldungen festlegen.

Was ist neu in North 2?

Agenten lassen sich mit einer einfachen Eingabeaufforderung erstellen und anschließend im gesamten Unternehmen teilen, sodass doppelte Arbeit vermieden wird. Mit der neuen Funktion „Skills“ können Teams wiederverwendbare Logikbausteine bündeln, die Agenten wiederholt aufrufen. In gemeinsamen Bibliotheken lassen sich Dokumente und andere Ressourcen ablegen, auf die jeder Agent zugreifen kann.

Auf eine natürlichsprachliche Anfrage hin kann ein Agent einen Foliensatz entwerfen, ein Dashboard erstellen oder direkt im Chatfenster eine einfache App aufsetzen. Vorgefertigte Vorlagen und ein Workflow-Builder mit Drag-and-drop-Funktion erleichtern die Einrichtung wiederkehrender Abläufe; Leistungskennzahlen werden in Echtzeit angezeigt. Die Connector-Bibliothek umfasst jetzt Slack, GitHub, SharePoint und OneDrive. Geplant sind außerdem Datenquellen aus dem Finanzbereich wie PitchBook, S&P Global und FactSet.

Sicherheits- und Autonomiekontrollen sind in North Admin angesiedelt. Das System prüft auf personenbezogene Daten, wehrt Prompt-Injection-Versuche ab und beschränkt jeden Agenten auf die Aktionen, zu denen er berechtigt ist. North kann vor Ort, in einer privaten Cloud oder in vollständig vom Internet getrennten Umgebungen betrieben werden.

Warum die Token-Limits wichtig sind

Cohere zufolge bieten die neuen Ausgabenlimits für Tokens Unternehmen eine Möglichkeit, KI-Kosten zu kontrollieren, ohne Abstriche bei Leistungsfähigkeit oder Sicherheit zu machen. Die Limits lassen sich für einzelne Nutzer oder Gruppen festlegen; Warnmeldungen informieren Teams, bevor sie ihre Grenzen erreichen. Da die Plattform modellunabhängig ist, können Unternehmen auch eigene Modelle einbinden und dieselben Kostenkontrollfunktionen nutzen.

Warum es wichtig ist

Für IT-Verantwortliche bieten die Token-Limits eine konkrete Möglichkeit, ausufernde KI-Ausgaben zu verhindern und Teams zugleich komplexe Arbeitsabläufe automatisieren zu lassen. Nutzer können dank gemeinsamer Agenten und integrierter Vorlagen schneller KI-generierte Berichte oder Apps erstellen, ohne dieselbe Logik von Grund auf neu entwickeln zu müssen. Unklar bleibt, wie stark sich die Limits bei besonders intensiver Nutzung auf die Leistung auswirken werden, denn Angaben zu den Preisen wurden nicht gemacht.

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