Die Abgeordnete Lori Trahan aus Massachusetts, eine führende Demokratin im Repräsentantenhaus, hat einen Gesetzentwurf mit dem Namen CLAIM Act vorgestellt. Das Gesetz soll es Dritten erleichtern, KI-Entwickler zu verklagen, wenn ein KI-Agent unmittelbar einen Schaden verursacht. Trahan zufolge reagiert der Entwurf auf den Rogue-KI-Hack bei Hugging Face Anfang des Jahres. Zugleich soll er sicherstellen, dass das Rechtssystem gleich bleibt, unabhängig davon, ob ein Mensch oder eine KI das Fehlverhalten begeht.
Wie der Gesetzentwurf die Regeln ändert
Der Entwurf legt eine bundesweite Mindestgrenze für die Haftung fest: Die Bundesstaaten könnten weiterhin strengere Regeln erlassen, aber keine weniger strengen. Außerdem soll er klären, wann die Absicht eines Entwicklers für das Verhalten einer KI relevant ist. Trahan stellte den Vorstoß als Möglichkeit dar, KI-Unternehmen zu besseren Sicherheitspraktiken zu bewegen. Dem Gesetzentwurf ging eine parteiübergreifende Zusammenarbeit mit dem republikanischen Abgeordneten Jay Obernolte aus Kalifornien voraus, um umfassendere KI-Regeln auszuarbeiten.
Warum es wichtig ist
Wird der Gesetzentwurf verabschiedet, könnten Menschen KI-Unternehmen verklagen, wenn ein KI-System sie verletzt – so wie sie auch eine andere Person verklagen können. Das könnte Betroffenen einen klareren Weg zu Entschädigung eröffnen und Entwickler dazu bewegen, sicherere Systeme zu entwickeln. Welche genauen Auswirkungen das Gesetz auf die Gesetze der Bundesstaaten hätte und wie Gerichte den Begriff „Absicht“ auslegen würden, bleibt jedoch abzuwarten.