NTT DATA hat vereinbart, in mehreren Rechenzentrumsprojekten weltweit Brennstoffzellen von Bloom Energy mit einer Leistung von 900 Megawatt einzusetzen. NTT Global Data Centers will die Systeme zur primären Stromversorgung nutzen. Die ersten Lieferungen sollen nach Angaben der Unternehmen 2027 beginnen.
Die Vereinbarung soll NTT DATA dabei helfen, Rechenzentrumskapazitäten in Märkten auszubauen, in denen sich Netzstrom nur schwer kurzfristig sichern lässt. Die Unternehmen erklären, dass sich Blooms modulare Systeme in Etappen installieren lassen, sodass die Stromkapazität mit dem Baufortschritt und dem Bedarf wachsen kann. Sie nannten weder Projekte noch Standorte und machten keine Angaben zum Wert der Vereinbarung.
Welche Vorteile die Systeme laut den Unternehmen bieten
Laut der Mitteilung von NTT DATA erzeugen Blooms Brennstoffzellen Strom ohne Verbrennung. Das Unternehmen gibt an, dass sie vor Ort nur geringe Luftschadstoffemissionen verursachen, wenig Wasser verbrauchen und leise arbeiten. Diese Eigenschaften werden als Vorteile für Gemeinden in der Nähe von Rechenzentren dargestellt. Die Mitteilung enthält jedoch keine Angaben zu Emissionen oder Wasserverbrauch einzelner Projekte.
Doug Adams, CEO von NTT Global Data Centers, sagte, der Zugang zu Strom beeinflusse, wie schnell das Unternehmen Kapazitäten für Kunden bereitstellen könne, die KI-Funktionen aufbauen. Bloom-Manager Aman Joshi erklärte, die Systeme könnten Kunden dabei helfen, früher Strom zu erhalten. Das sind die erklärten Ziele der Unternehmen und keine Messwerte dazu, um wie viel schneller Projekte abgeschlossen werden.
Eine umfangreiche internationale Vereinbarung
Bloom bezeichnet die Vereinbarung als sein bislang größtes internationales Projekt. Die Unternehmen erklären, ihre Zusammenarbeit solle auf das weltweite Rechenzentrumsportfolio von NTT ausgeweitet werden und könnte eine Größenordnung von Gigawatt erreichen. Das ist ein längerfristiges Ziel: Die angekündigte Vereinbarung umfasst 900 MW, und die Unternehmen haben nicht mitgeteilt, wo diese Kapazität installiert werden soll.
Für Rechenzentrumsbetreiber kann die Stromerzeugung vor Ort eine weitere Möglichkeit sein, Strom zu sichern, wenn der Zugang zum Netz begrenzt ist. Die Vereinbarung signalisiert, dass NTT DATA diesen Ansatz an mehreren Standorten nutzen will. Aus den verfügbaren Angaben geht jedoch nicht hervor, wann die Anlagen den Betrieb aufnehmen oder welcher Anteil ihres Stroms aus den Brennstoffzellen stammen wird.
Warum es wichtig ist
Für Unternehmen, die KI-Dienste aufbauen oder nutzen, sollen die Systeme laut NTT DATA dazu beitragen, Rechenzentrumskapazitäten in Märkten bereitzustellen, in denen Netzstrom knapp ist. Die Unternehmen haben nicht mitgeteilt, welche Anlagen den Strom nutzen oder wann sie den Betrieb aufnehmen. Daher ist noch unklar, wie viel Kapazität Kunden erreichen wird und wann.