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Geoffrey Vos: KI könnte über manche Zivilklagen entscheiden

Der scheidende ranghöchste Richter Englands hält KI bei einfacheren Streitfällen für denkbar. Wo die Grenze liegt, müssten jedoch Gesellschaft und Gesetzgeber entscheiden.

KurzmeldungVon Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Geoffrey Vos, der als Master of the Rolls in den Ruhestand geht, sagt, KI könnte künftig über manche Zivilklagen mit geringerem Streitwert entscheiden, darunter auch Schmerzensgeldklagen. Komplexe Handelsstreitigkeiten und Familiensachen sollten seiner Ansicht nach weiterhin von Menschen beurteilt werden. Zugleich betont er, dass Entscheidungen durch KI die Zustimmung der Öffentlichkeit oder ein Gesetz erfordern würden.

Vos sagte WIRED, er nutze Microsoft Copilot, um Dokumente zu finden und Material zusammenzufassen, nicht aber, um Urteile zu verfassen. Außerdem nähmen die Fälle vor den County Courts jährlich um 10 Prozent zu. KI-generierte Klagen könnten dazu beitragen, vermutet er, doch es gebe keine Daten dazu, wie viele davon rechtlich haltbar seien.

Warum es wichtig ist

Wer eine Zivilklage mit geringem Streitwert einreicht, könnte künftig mit maschinell getroffenen Entscheidungen konfrontiert sein. Ob das akzeptabel ist, müssten laut Vos jedoch die Öffentlichkeit und der Gesetzgeber entscheiden – nicht die Richter allein.

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