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ACLU warnt: KI-Auswertung von Reisedaten kann zu Verkehrskontrollen führen

Laut der ACLU nutzen Polizeibehörden KI und Kennzeichendaten, um Fahrten als verdächtig einzustufen – auch ohne Hinweise auf ein Fehlverhalten.

Von Von Oossa veröffentlicht: 1 Min. Lesezeit

Albert Stoynov · Unsplash

Polizeibehörden nutzen nach einem Bericht der American Civil Liberties Union (ACLU) zunehmend künstliche Intelligenz und Daten automatischer Kennzeichenerfassung, um Verkehrskontrollen zu begründen. Die ACLU sagt, die Systeme könnten Autofahrer ins Visier nehmen, weil ihre Fahrtverläufe „verdächtig“ wirkten – selbst wenn es keine Belege dafür gebe, dass sie etwas falsch gemacht hätten. Der Bericht warnt, dass diese Überwachungssysteme mehr Unschuldige als tatsächliche Täter erfassen könnten.

Jay Stanley, leitender Policy-Analyst beim Speech, Privacy, and Technology Project der ACLU, sagt, Polizeibehörden nutzten algorithmische Hinweise und Überwachungsdaten aus der Kennzeichenerfassung als Grundlage, um Autofahrer anzuhalten. Automatische Kennzeichenerfassungssysteme (ALPR) zeichnen Fahrzeugkennzeichen auf und können helfen, nachzuvollziehen, wo ein Fahrzeug unterwegs war. Die ACLU sieht das Problem darin, dass solche Aufzeichnungen als Verdachtsgrundlage behandelt werden könnten, statt als Beleg für einen konkreten Verstoß.

Was der Bericht offenlässt

Aus der Darstellung geht nicht hervor, welche Polizeibehörden oder KI-Systeme beteiligt sind, wie die Algorithmen eine Fahrt als verdächtig einstufen oder zu wie vielen Kontrollen es gekommen ist. Auch Beispiele für Strecken oder Fahrtmuster, die einen Hinweis ausgelöst haben, fehlen. Diese Angaben sind wichtig: Ohne sie lässt sich nicht beurteilen, wie oft das geschieht oder wie Autofahrer eine Kontrolle anfechten könnten, die auf einem algorithmischen Urteil beruht.

Die Aussage ist daher eine Warnung vor dem Einsatz von Überwachungsdaten durch die Polizei und keine landesweite Erhebung dazu, wie oft KI eine Kontrolle auslöst. Für Autofahrer besteht die konkrete Sorge darin, dass eine Kontrolle auf einer Interpretation früherer Fahrten beruhen könnte – statt auf einem beobachteten Verkehrsverstoß oder anderen Belegen für ein Fehlverhalten. Aus den verfügbaren Angaben geht weder hervor, wie verbreitet diese Praxis ist, noch welche Schutzmaßnahmen die Polizei einsetzt, um einen Hinweis vor dem Einschreiten zu überprüfen.

Warum es wichtig ist

Laut der ACLU könnten Autofahrer angehalten werden, weil die Polizei frühere Fahrten als verdächtig interpretiert – selbst ohne Belege für ein Fehlverhalten. Aus den verfügbaren Angaben geht nicht hervor, wie häufig solche Kontrollen sind oder welche Schutzmaßnahmen es gibt.

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