· 1 Min. Lesezeit
McKinsey prognostiziert: Bis 2036 könnten 11 Millionen US-Beschäftigte einen neuen Job brauchen
Die Beratungsgesellschaft schätzt, dass rund 7 % der US-Erwerbsbevölkerung durch KI ihren Arbeitsplatz verlieren könnten. Die meisten Betroffenen müssten sich umfassend weiterqualifizieren.
Oossa · Über Oossa
Einem neuen McKinsey-Bericht zufolge könnten in den nächsten zehn Jahren rund 11 Millionen US-Amerikaner gezwungen sein, wegen Systemen mit künstlicher Intelligenz ihren Beruf zu wechseln. Das entspräche etwa einem von vierzehn Beschäftigten oder 7 % der gesamten Erwerbsbevölkerung. Die Studie warnt, dass die meisten Betroffenen umfangreiche Weiterbildungen benötigen werden, um weiter beschäftigt zu bleiben.
Der Bericht erscheint zu einer Zeit, in der die Menschen in den USA und anderen Ländern KI zunehmend mit Sorge betrachten. Eine aktuelle Analyse der Washington Post ergab, dass in 40 % der Wahlkämpfe zu den US-Zwischenwahlen KI oder die Politik zu Rechenzentren thematisiert wurde. In Frankreich war die KI-Souveränität ein häufiges Thema unter den Präsidentschaftskandidaten, berichtet Le Monde. Trotz der politischen Aufmerksamkeit ist der US-Senat bei Gesetzen zur KI-Sicherheit nicht vorangekommen – auf diese Lücke wies Semafor hin.
Was die Zahlen bedeuten
McKinseys Prognose stützt sich auf die derzeitige Verbreitung generativer KI-Tools und Automatisierungstechnologien in Bereichen wie Finanzwesen, Fertigung und Kundenservice. Die Beratungsfirma erwartet, dass der Anteil der Jobs mit hohem Automatisierungsrisiko von derzeit 5 % bis 2036 auf 12 % steigt. Am stärksten gefährdet sind Tätigkeiten mit routinemäßiger Dateneingabe, grundlegenden Analysen oder sich wiederholenden manuellen Aufgaben.
Umschulungen werden keine schnelle Lösung sein. Dem Bericht zufolge benötigt ein Beschäftigter im Schnitt 12 bis 18 Monate, um sich weiterzubilden – häufig in Bereichen wie fortgeschrittener Datenanalyse, der Überwachung von KI-Systemen oder Handwerksberufen, die sich schwerer automatisieren lassen.
Warum das im Alltag eine Rolle spielt
Sollte sich die Prognose bewahrheiten, könnte für viele Familien die wichtigste Einkommensquelle an einen neuen Berufszweig gebunden sein. Längere und intensivere Weiterbildungen könnten die Haushaltsbudgets belasten und Unterstützung durch Arbeitgeber oder staatliche Programme erforderlich machen. Wer weiß, welche Berufe gefährdet sind, kann sich frühzeitig darauf einstellen, statt auf einen plötzlichen Arbeitsplatzverlust zu warten.
Warum es wichtig ist
Für die meisten Menschen bedeutet die Prognose, dass ihr derzeitiger Job mit höherer Wahrscheinlichkeit automatisiert werden könnte. Das könnte monatelange Weiterbildungen und möglicherweise einen Berufswechsel nötig machen. Wer frühzeitig Bescheid weiß, kann sich einen Vorsprung verschaffen und Fähigkeiten erlernen, die sich schwerer durch KI ersetzen lassen.
Quellen und Referenzen
| # | Quelle | Medium | Datum | Kernaussage |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Around 11 million US workers may face AI displacement ↗ | Semafor | 29.09.2026 | Voters globally have soured on AI because of existential risks the technology poses as well as concerns such as job losses and energy use. |
1 Quellen
Zuletzt aktualisiert:
Oossa · Newsletter
Die KI-Woche, erklärt
Jeden Montag: die Nachrichten, die man kennen sollte – verständlich. Kostenlos, kein Spam.