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Microsoft plant Anleihe über 25 Milliarden Dollar

Microsoft will 25 Milliarden Dollar über Anleihen aufnehmen und peilt für 2026 Investitionen von 170 Milliarden Dollar an – auch, um die Nachfrage von KI-Kunden zu bedienen.

Von Von Oossa veröffentlicht: 2 Min. Lesezeit

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Microsoft hat am Donnerstag angekündigt, Anleihen im Wert von 25 Milliarden Dollar auszugeben, berichtet CNBC. Das Unternehmen erwartet, dass die Emission am 4. November abgeschlossen wird. S&P bewertet Microsoft mit der Bestnote AAA. Dadurch kann das Unternehmen zu günstigen Konditionen Kredite aufnehmen. Die Zinssätze und Laufzeiten der Anleihen gab Microsoft nicht bekannt.

Die geplante Kapitalaufnahme erfolgt, während Microsoft für 2026 Investitionen von 170 Milliarden Dollar anpeilt. Das Unternehmen baut seine Infrastruktur aus, um die Nachfrage von KI-Laboren wie Anthropic und OpenAI sowie anderen Kunden zu bedienen. Die Ankündigung der Anleiheemission ist Teil dieser umfassenderen Investitionsoffensive. Microsoft hat jedoch nicht erklärt, dass die Mittel ausschließlich in KI-Projekte fließen sollen.

Wofür könnte das Geld verwendet werden?

Microsoft zufolge sollen die Nettoerlöse allgemeinen Unternehmenszwecken dienen. Dazu könnten Betriebskapital, Investitionen, Aktienrückkäufe, Übernahmen oder die Rückzahlung bestehender Schulden gehören. Die breite Liste zeigt, dass die Anleiheemission die Unternehmensfinanzen insgesamt stützen soll. Ein bestimmtes Rechenzentrum oder Projekt, das mit dem Geld finanziert wird, nannte Microsoft nicht.

Finanzchefin Amy Hood sagte am Mittwoch in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, Microsoft werde bei günstigen Marktbedingungen externe Finanzierung ergänzend zum Cashflow nutzen. Das Unternehmen habe bereits Leasing genutzt, aber noch keine Schulden an den Kapitalmärkten aufgenommen. Mit dem Anleiheplan steigt Microsoft nun in diesen Markt ein. Hood zufolge kann das Unternehmen dank seiner Bonitätsbewertungen dort Kapital aufnehmen.

Wie steht Microsoft im Vergleich zu anderen Kreditnehmern da?

Microsoft meldete am Mittwoch einen positiven freien Cashflow. Damit unterschied sich das Unternehmen von Alphabet, das im zweiten Quartal in Folge einen negativen freien Cashflow verzeichnete, sowie von Meta in der vergangenen Woche und Amazon am Donnerstag. Die Unternehmen investieren massiv in Infrastruktur. Microsofts Cashflow-Zahl lässt jedoch nicht erkennen, welchen Anteil der geplanten Investitionen die Anleiheemission abdecken wird.

Auch andere Technologieunternehmen nehmen Kredite auf, um ihre Expansion zu finanzieren. Amazon und Alphabet haben sich in diesem Jahr an die Anleihemärkte gewandt, und der auf KI spezialisierte Cloud-Anbieter CoreWeave hat sich Geld geliehen, um seine Rechenzentrumskapazitäten auszubauen. Oracle kündigte vergangene Woche an, 10 Milliarden Dollar an Schulden aufzunehmen, und erklärte, das Unternehmen rechne in der zweiten Hälfte seines Geschäftsjahres 2028 wieder mit einem positiven freien Cashflow. Zugleich sind Anleger angesichts hoher Schuldenstände vorsichtiger geworden, während Zentralbanken die Zinsen zur Inflationsbekämpfung anheben.

Warum es wichtig ist

Für Microsoft-Kunden und KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic ist die geplante Kreditaufnahme eine Möglichkeit, den Ausbau der Infrastruktur zur Deckung der Nachfrage zu finanzieren. Die Mittel sind nicht ausschließlich für KI vorgesehen, und Microsoft hat nicht mitgeteilt, welcher Anteil der Investitionen für 2026 durch die Anleiheemission finanziert wird.

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