OpenAI und der Chipdesign-Softwareanbieter Synopsys haben eine mehrjährige Vereinbarung zur Entwicklung von GPT-Synopsys unterzeichnet. Das spezialisierte KI-Modell soll mit den Electronic-Design-Automation-Tools von Synopsys arbeiten. Laut den Unternehmen soll es Ingenieuren helfen, Chipdesign-Abläufe auszuführen, Ergebnisse der Tools zu prüfen und Entwürfe in mehreren Durchläufen anzupassen.
Das geplante System soll Aufgaben wie die Optimierung von Stromverbrauch, Leistung und Chipfläche sowie Timing- und Verifizierungsarbeiten übernehmen. Ingenieure würden die Ziele vorgeben und die Ergebnisse prüfen; KI-Agenten sollen die Tools ausführen, deren Ausgaben interpretieren und Änderungen vorschlagen. In der Ankündigung geht es um ein Produkt in Entwicklung, nicht um einen Dienst mit festgelegtem Starttermin.
So soll der Dienst funktionieren
GPT-Synopsys soll auf von OpenAI gehosteter Infrastruktur laufen und sich mit den Agentensystemen der Kunden verbinden. Synopsys will das Modell außerdem in Synopsys.ai und seine Agentenplattform Autopilot integrieren. Das Angebot soll laut den Unternehmen Rechenkapazität, das Modell und Softwarelizenzen bündeln.
Die Unternehmen erklären, dass kundenspezifische Designdaten nicht zum Trainieren des Modells verwendet werden. Außerdem sollen die Daten bei der Speicherung und Übertragung verschlüsselt sein; für Aufbewahrung, Auditierung und Berechtigungen sollen sich Einstellungen festlegen lassen. Dabei handelt es sich um angekündigte Pläne. Unabhängige Angaben zur Sicherheit oder Ergebnisse aus dem Kundeneinsatz enthält die Mitteilung nicht.
Was bisher bekannt ist
Synopsys und OpenAI zufolge laufen bereits erste technische Projekte mit führenden Halbleiterkunden. Geplant sind außerdem gemeinsame Forschung und Entwicklung, Vertriebsaktivitäten und eine Vereinbarung zur Umsatzbeteiligung. Die Mitteilung nennt weder die Kunden noch Preise oder einen Termin, ab dem weitere Unternehmen auf den Dienst zugreifen können.
Warum es wichtig ist
Für Chipdesign-Ingenieure könnte das geplante Tool wiederholte Softwareläufe und Designanpassungen übernehmen, während die Ingenieure Ziele festlegen und die Ergebnisse prüfen. Die Unternehmen haben noch keine Angaben zu Zugangsterminen, Preisen oder Belegen für die Leistung in Kundenprojekten gemacht. Der praktische Nutzen ist daher noch unklar.