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Wuhaner Gericht berücksichtigt KI-Kosten bei der Berechnung von Schadenersatz

Ein Gericht in Wuhan, China, bezog bei der Berechnung des Schadenersatzes in einem Streit um ein einstündiges, KI-gestütztes Drama den Token-Verbrauch und Lizenzgebühren für Tools ein. Es befand, dass das Werk geschützt werden könne, weil Beschäftigte während der gesamten Produktion kreative Entscheidungen getroffen hatten.

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Wuhaner Gericht berücksichtigt KI-Kosten bei der Berechnung von Schadenersatz
Photo by André Eusébio on Unsplash

Ein Unternehmen produzierte Anfang 2026 mithilfe von KI-Tools ein einstündiges Kurzdrama und veröffentlichte es unter anderem auf WeChat. Am nächsten Tag kopierte ein anderes Unternehmen das Drama, änderte den Titel und schaltete darin Werbung. Ein Gericht in Wuhan sprach dem ursprünglichen Produzenten 20.000 Yuan (etwa 2.900 US-Dollar) zu.

Die Entscheidung ist bemerkenswert, weil das Gericht die Kosten für den KI-Einsatz in seine Schadenersatzberechnung einbezog. Laut The National Law Review berücksichtigte es den Token-Verbrauch und Lizenzgebühren für KI-Tools. Außerdem zog das Gericht geläufigere Faktoren heran, darunter die Länge des Dramas, seine Verbreitung und den Zeitraum, in dem die kopierte Version im Umlauf war.

Warum schützte das Gericht das Drama?

Das Gericht stufte die Produktion als schutzfähiges audiovisuelles Werk ein. Zur Begründung führte es an, dass Beschäftigte in jeder Phase kreative Entscheidungen getroffen hätten. Dazu gehörten das Verfassen des Drehbuchs, das Entwerfen von Prompts, die Auswahl KI-generierter Inhalte und der Schnitt der Endfassung. Nach Auffassung des Gerichts war KI ein Werkzeug in einem von Menschen gesteuerten Prozess.

Damit ist nicht gesagt, dass jedes mit KI erstellte Werk urheberrechtlich geschützt ist. Ausschlaggebend für das Urteil waren die menschlichen kreativen Beiträge, die das Gericht bei dieser konkreten Produktion festgestellt hatte. China hat bereits zuvor Urheberrechtsschutz für ein KI-generiertes Bild anerkannt: 2023 tat dies ein Gericht in Peking.

Welche Unterlagen sollten Kreative aufbewahren?

Das Gericht empfahl Kreativen, Unterlagen zum Entstehungsprozess eines Projekts aufzubewahren, darunter Drehbücher, Prompt-Entwürfe und Projektdateien. Diese Aufzeichnungen könnten dabei helfen, zu belegen, an welchen Stellen Menschen kreative Entscheidungen getroffen haben und welche Tools und Ressourcen zum Einsatz kamen.

Die Entscheidung macht außerdem die Kosten der KI-Produktion für einen Urheberrechtsstreit relevant, statt sie von der Entstehung des Werks getrennt zu betrachten. Der Bericht enthält keine detaillierte Formel dazu, wie sich Token- oder Lizenzkosten auf die Höhe des Schadenersatzes auswirkten. Daher ist unklar, welches Gewicht diese Ausgaben im Vergleich zu den anderen Faktoren hatten.

Warum es wichtig ist

Für Menschen, die Videos oder andere Werke mit KI erstellen, deutet das Urteil darauf hin, dass Prompts, Entwürfe und Projektdateien helfen können, den eigenen kreativen Beitrag nachzuweisen. Es zeigt außerdem, dass KI-bezogene Ausgaben in die Berechnung des Schadenersatzes bei Urheberrechtsverletzungen einfließen können. Der Fall begründet jedoch keine allgemeingültige Regel für alle KI-generierten Werke.

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Quellen und Referenzen

#QuelleMediumDatumKernaussage
1A Wuhan court just made AI production costs a legal factor in copyright infringement cases ↗The Decoder28.09.2026A court in Wuhan, China has factored token usage and AI tool licensing fees into a copyright damages calculation for the first time.

1 Quellen

Zuletzt aktualisiert:

Oossallms.txt.md

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