Uber und OpenAI haben am 22. Oktober 2026 bekannt gegeben, dass Uber ChatGPT Work künftig seiner gesamten weltweiten Belegschaft zur Verfügung stellt – rund 30.000 Beschäftigten. Anfang 2026 hatte Uber das auf Unternehmen zugeschnittene KI-Tool zunächst mit 1.000 Beschäftigten getestet.
Am Pilotprojekt nahmen Mitarbeitende aus den Bereichen Finanzen, Betrieb und Produktentwicklung sowie aus weiteren Abteilungen teil. Sumanth Sukumar, Ubers Vizepräsident für Engineering, sagte gegenüber TechCrunch, etwa 80 % der ersten Nutzerinnen und Nutzer seien keine Ingenieure gewesen.
So nutzten die Beschäftigten das Tool
Während des Pilotprojekts nutzten Beschäftigte ChatGPT Work, um Betriebsdaten auszuwerten, Trends zu erkennen und Empfehlungen zu entwickeln. Außerdem passten sie Schulungsmaterialien an verschiedene Märkte und Sprachen an und erstellten interaktive Dashboards, um ihre tägliche Arbeit zu organisieren, sagte Sukumar.
Uber hat keine einheitliche unternehmensweite Nutzung des Tools festgelegt. Sukumar zufolge möchte das Unternehmen, dass die Teams damit experimentieren. Anfang des Jahres stellte Uber außerdem 30 KI-Ingenieure für zwei Wochen Teams zur Seite, um gemeinsam Teile ihrer Arbeit zu automatisieren. Das Unternehmen nannte diese Gruppen „AI pods“.
Kosten und Ergebnisse noch offen
Uber hat nicht mitgeteilt, wie viel der größere Rollout kosten wird. Sukumar sagte, das Unternehmen werde erfassen, wie die Beschäftigten die Technologie nutzen, welche Arbeitsabläufe sie damit entwickeln und ob sie dadurch effektiver arbeiten. Die Erkenntnisse sollen künftige KI-Einführungen leiten.
Uber zufolge arbeitete OpenAI eng mit dem Unternehmen an der Integration von ChatGPT Work. Die Ankündigung enthält keine Angaben dazu, wie die Beschäftigten Zugang zum Tool erhalten, ob die Nutzung verpflichtend ist oder welche Ergebnisse Uber vom vollständigen Rollout erwartet.
Warum es wichtig ist
Für die Beschäftigten von Uber bedeutet die Ausweitung, dass ChatGPT Work künftig in deutlich mehr Tätigkeitsbereichen als beim ursprünglichen Pilotprojekt verfügbar sein soll. Das Pilotprojekt zeigt mögliche Einsatzfelder – etwa die Auswertung von Betriebsdaten und die Anpassung von Schulungsmaterialien. Uber hat jedoch noch nicht berichtet, ob das Tool die Arbeit verbessert, und auch nicht erklärt, ob seine Nutzung verpflichtend sein wird.