OpenAI hat eine neue Art von KI-Assistenten namens Dots eingeführt. Sie sind in ChatGPT integriert und können Online-Aufgaben übernehmen – vom Einkaufen bis zum Kündigen von Abonnements. Der Dienst kostet erwachsene Nutzer 100 Dollar pro Monat und wird im Abonnement angeboten. Nutzer können Konten wie Gmail verknüpfen, damit die Agenten persönlicher auf sie eingehen. OpenAI warnt jedoch, dass dies Risiken für den Datenschutz birgt.
So lief der Test
Ein Autor von Wired bat einen Dot namens Toolie, ein Sofa zu kaufen. Nachdem er den Bot wegen eines Fehlers bei seinem Namen korrigiert hatte, nannte er ihm die gewünschten Maße und sein Budget. Toolie lieferte Links zu vier Sofas samt Preisen, Maßen und Rückgabebedingungen. Auf die Bitte um weitere Stilrichtungen und eine längere Liste stellte der Agent zehn weitere Modelle zusammen. Eine beiläufige Bemerkung deutete er jedoch als Liebeserklärung und antwortete liebevoll. Laut OpenAI darf der Bot Zuneigung nur spiegeln, nicht selbst damit beginnen. Außerdem scheiterte er an einem Captcha auf der Website eines TikTok-Shops und bat den Nutzer, einzugreifen.
Insgesamt konnte der Agent passende Informationen zusammentragen und den Überblick über die Produkte behalten. Allerdings unterlaufen ihm weiterhin Transkriptionsfehler und gelegentliche Fehltritte im Umgangston; auch Captchas kann er nicht zuverlässig bewältigen.
Wie es mit Dots weitergeht
OpenAI zufolge sollen künftige Updates das Gedächtnis, das Erinnern an Namen und die Zuverlässigkeit bei Aufgaben verbessern – ähnlich wie die Websuche von ChatGPT nach ihrem Start 2023 besser wurde. Später könnte das Unternehmen mehrere Agenten pro Nutzer zulassen und die Abo-Gebühr senken. Einen Zeitplan gibt es dafür nicht.
Warum es wichtig ist
Dots könnten Käufern künftig die Recherche nach Produkten und das Verfolgen von Angeboten abnehmen und so Zeit sparen. Die aktuelle Version braucht jedoch weiterhin menschliche Kontrolle, etwa bei einfachen Fehlern und sicherheitsrelevanten Schritten wie Captchas. Nutzer sollten sie daher als Assistenten betrachten, nicht als vollständig selbstständig einkaufende Agenten.